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Norderstedt | AfD

Neue DITIB-Moschee wird ab Juni gebaut

Norderstedt (em) Auf der Veranstaltung der Türkisch-Islamischen Gemeinde in Norderstedt, bei der die Pläne für den Neubau der Eyup-Sultan-Moschee vorgestellt wurden, warb der Vorsitzende der DITIB-Nord (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V.), Sedat Simsek, um „Akzeptanz für den Islam“.

Muslimisches Leben sei Teil der deutschen Realität und Vielfalt bedeute, dass Unterschiede nicht als trennend, sondern als Bereicherung angesehen würden, so Simsek im Abendblatt vom 11. Februar. Dazu Christian Waldheim, Sprecher des Stadtverbandes Norderstedt: „Wenn Unterschiede als bereichernd und nicht als trennend angesehen werden sollen, frage ich mich, warum wir dann über beispielsweise schweinefleischfreie Kitas und Schulen oder aber auch getrennte Schwimmzeiten für Frauen und Männer in Deutschland diskutieren müssen.“

Waldheim weiter: „Es befremdet mich sehr, wenn einerseits Toleranz eingeworben wird, diese aber, wenn es um Toleranz der eigenen religiösen Vorstellungen und Bräuche im täglichen Miteinander gegenüber der Mehrheitsgesellschaft geht, eben sehr wohl klare Grenzen zu kennen scheint. Toleranz beruht bekanntermaßen auf Gegenseitigkeit.“

Laut Bericht des Abendblattes sei es den Gemeindemitgliedern wichtig, als türkisch stämmige Norderstedter in der dritten und vierten Generation mit einem „würdigen Gebetshaus zu demonstrieren“, dass man angekommen sei in der deutschen Gesellschaft. Waldheim dazu: „Definiert sich gelungene Integration, ein Ankommen in der Gesellschaft, künftig über Moscheebauten und 21 Meter hohe Minarette?“

Norderstedts OB Roeder findet, der Neubau sei „ein Signal einer demokratischen Gesellschaft, die Religionsfreiheit gewährt“. „Bedauerlich nur, dass es in den 57 muslimisch geprägten Ländern um die Demokratie und die Religionsfreiheit nicht besonders gut bestellt ist. Und wenngleich die Vertreter von DITIB-Nord betonen, der vier Millionen Euro teure Neubau finanziere sich, ohne jedwede finanzielle Zuwendung des deutschen DITIB-Dachverbandes oder der Diyanet aus Ankara, ausschließlich aus Spenden, so bleibt die Frage offen, woher in kürzester Zeit knappe drei Millionen Euro kommen sollen, denn nach eigenen Angaben wurden seit 2008 gerade einmal eine Million Euro an Spenden vereinnahmt“, stellt Christian Waldheim fest.

Muss hier der Norderstedter Steuerzahler irgendwann aushelfen?
Christian Waldheim ist der Meinung: „Ebenso wie die Fragen der Finanzierung, lässt die Gemeinde eine Distanzierung zum deutschen DITIB-Dachverband vermissen. Angesichts der jüngsten Nachrichten aus der DITIB-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld scheint die aber durchaus angebracht. Denn dort tagten Anfang Januar Vertreter muslimischer Verbände aus 17 Ländern – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit und ohne Vertreter der Stadt Köln, denn die waren schlichtweg nicht erwünscht. Gegen den Besuch bekannter radikaler Vertreter der Muslimbruderschaft schienen DITIB und Diyanet hingegen nichts zu haben. So viel zur – laut Simsek – unsachlichen und politisch völlig überzogenen Debatte. Soviel auch zur eingeforderten Toleranz.“

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