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Norderstedt | Stadt Norderstedt

6. deutsche LOFAR steht in Norderstedt (Fotogalerie)

Norderstedt (em/mo) LOFAR – das steht für Low Frequency Array und erzeugt Radiobilder des Universums. Gebaut von den Universitäten Hamburg und Bielefeld wird dieses Radioteleskop nun in Norderstedt auf einem Feld, südlich des Weges Harthagen aufgestellt, um die noch vorhandenen Lücken der Radiobilder zu füllen.

Außer in Deutschland gibt es bereits in den Niederlanden, Frankreich, Großbritannien und Schweden diese LOFAR- Stationen, die jeweils aus 200 Dipolantennen bestehen und sich über eine Fläche von 200x100 m verteilen. Die Signale aller Antennen werden per Kabel laufend an Rechner übertragen, welche in einem Container neben dem Antennenfeld untergebracht sind. Die aufbereiteten Signale werden dann per Glasfaserleitung zum zentralen Auswertrechner nach Groningen übertragen. Nach der Zusammenführung der Signale mit den Signalen der europäischen Stationen werden die Aufnahmen dann an die beteiligten Forschungsgruppen geleitet.

Die LOFAR-Stationen haben Antennen, die selber keine Signale abstrahlen, sondern lediglich darauf spezialisiert sind, rund um die Uhr ins Weltall zu lauschen. Aus diesem Grund werden die Standplätze so gewählt, dass so wenig wie möglich Radiostrahlung die Aufnahmen beeinträchtigen kann. Während gelegentlichen Reparatur- und Wartungsarbeiten und während der Geländepflege wird die mit einem Holzzaun umgebene LOFAR-Station ohne menschliche Anwesenheit messen. Außerdem verursacht das Antennenfeld keine Geräusche, Strahlungen oder Abgase und hat somit keinen Schaden für die Menschen. Norderstedt wird damit zu einem Forschungsstandort der europäischen Spitzenklasse der Astrophysik und hofft als Ankerstützpunkt und Kongressstandort auf Firmen der Hightechbranche. Die Forscher Prof. Dr. Marcus Brüggen - Universität Hamburg/Hamburger Sternwarte (Astrophysik), Dr. Dieter Engels - Universität Hamburg/Hamburger Sternwarte und Junior-Professor Dr. Joris Verbiest - Fakultät Physik/Universität Bielefeld arbeiten an Programmen, um diese Forschung auch den Bürgerinnen und Bürgern Norderstedts näher zu bringen.

Die Bauphase der LOFAR-Station DE 609 in Norderstedt geht von August bis Oktober, woraufhin anschließend noch Tests durchgeführt werden, damit das Teleskop rechtzeitig im November in Betrieb genommen werden kann. Die Betriebsdauer ist auf mindestens 15 Jahre angelegt, kann jedoch jederzeit mit geringen Aufwand wieder abgebaut werden und die Fläche wird dann wieder in ihren Ursprungszustand versetzt.
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