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Norderstedt | CDU

Bündnis für Wohnen gescheitert

Norderstedt (em) Mit Bedauern, aber auch mit Erstaunen nimmt die CDU-Fraktion Norderstedt den einseitigen Ausstieg der Wohnungswirtschaft aus einem möglichen Bündnis zur Kenntnis.

Eine Veranstaltung, die von Beginn an unter keinem guten Stern stand, denn so war es ja die Wohnungswirtschaft, die sich zu Beginn der Gespräche mit der Oberbürgermeisterin hinter verschlossenen Türen getroffen hat und die Politik erst später ins Boot geholt hat. Und genau diese Partner sind es, die jetzt von Vertrauen und Augenhöhe sprechen.

Man muss aber auch den Realitäten ins Auge schauen: Die vorbereitenden Gespräche für das Bündnis (es gab ja de facto noch gar keins) dauern nun schon 1,5 Jahre. Eineinhalb verschenkte Jahre, wenn man die bisher zusammengetragenen Ergebnisse anschaut. Die Konsenspunkte, zusammengefasst im letzten vorliegenden Protokoll, beinhalten wenig gehaltvolle Punkte, wie z. B., „dass Wohnungsbau in allen Segmenten eine ansprechende Architektur braucht“ oder das „langfristig funktionsfähige Wohnquartiere einen qualitätsvollen öffentlichen Raum brauchen“. Das sind alles schöne, wenn nicht sogar selbstverständliche Dinge, aber davon entsteht nicht eine bezahlbare Wohnung mehr in Norderstedt, so der Fraktionsvorsitzende Peter Holle. Fakt ist auch, dass sich sowohl Teile der Wohnungswirtschaft als auch der Politik bereits seit geraumer Zeit aus den Gesprächen verabschiedet hatten.

Die Tür der CDU steht für Gespräche, wenn es um Konzeptausschreibungen, Stellplatzschlüssel und andere Baukostensenkende Maßnahmen geht, immer offen. Man sollte jedoch nicht einen mit großer Mehrheit gefassten demokratisch gefassten Beschluss verunglimpfen und als ideologisch abstempeln.

Interessant ist, dass der Verband Norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) damit wirbt, dass die durchschnittliche Nettokaltmiete ihrer Mitgliedsunternehmen nur 5,74 Euro/m² beträgt. Wo also ist das Problem, künftig 25 % der Wohnungen in Norderstedt für 6,10 Euro/m² und 25 % der Wohnungen für 8,00 Euro/m² anzubieten, zumal es für beide Förderwege eine 0 %-Finanzierung und für den ersten Förderweg sogar noch 375 Euro Zuschuss für jeden Quadratmeter gibt, fragt Holle. Wieso schaffen es Unternehmen in Hamburg, Wohnungen für 8 Euro/m² ohne (!) öffentliche Förderung anzubieten und zu guter Letzt, wo sind die Lösungen des Verbandes, der nach eigenen Angaben die soziale Verantwortung und die Bedürfnisse der Stadt Norderstedt sehr ernst nimmt?

Foto: Fraktionsvorsitzender Peter Holle

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