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Norderstedt | EUROPA

Wasserstoff- oder Elektroantrieb für Autos – was denn nun?

Norderstedt (em) „Welcher Auto-Antrieb ist klimaschonend und hat Zukunft, eine schon lange gestellte wichtige Frage für Autofahrerinnen und Autofahrer“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek.

Über Benzin- und Dieselmotoren wird ja ständig gesprochen. Und sie werden noch lange bleiben. Doch wie sieht es mit der Zukunft der Elektro- und Wasserstoffautos aus? Nach Schätzung der Beraterfirma P3 wird sich in der Zeit von heute bis zum Jahre 2025 weltweit die jährliche Produktion von Elektroautos auf 30 Millionen Fahrzeuge erhöhen. In ähnlichem Tempo nimmt laut Spiegel-Bericht von Februar 2019 auch die Produktion von Akkus für Elektroautos zu. „Nur woher sollen die Akkus kommen, oder besser, woher sollen die Rohstoffe für die Produktion dieser riesigen Zahl von benötigten Akkus für Elektroautos gewonnen werden“, fragt der ehemalige Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek.

Wichtige Rohstoffe für die Herstellung von Akkus für Autos sind Lithium und Kobalt, die beide zu den seltenen Erden gehören. Ein durchschnittlicher Akku für einen PKW benötigt nach heutigem Technikstand etwa 40 Kilogramm Lithium und 11 Kilogramm Kobalt, so nachzulesen in dem Bericht von Autor Frank Böttcher vom 21. Februar im Hamburger Abendblatt. Für alle heute etwa 64 Millionen deutschen Fahrzeuge hätte man rund 2,5 Millionen Tonnen Lithium gebraucht, die weltweite Produktion in 2018 betrug rund 250.000 Tonnen. Weltweit wären es unvorstellbare Mengen an Lithium. Und der weltweite Abbau von Kobalt in 2017 mit 110.000 Tonnen wurde zu mehr als der Hälfte in dem politisch unsicheren Kongo unter erbärmlichen und menschenunwürdigen Bedingungen für Kinder in den Minen ausgebuddelt. Und auch hier sind gewaltige Mengen notwendig.

Spätestens hier wird einsichtig, dass die Elektromobilität nur für Teilbereiche die Lösung sein kann, z.B. für Taxis, Rettungsfahrzeuge, für den städtischen Fuhrpark. Der Wasserstoffantrieb wird wohl eine wesentlich größere Bedeutung in der Zukunft spielen. Zum Beispiel hat Japan die Förderung der Elektromobilität eingestellt und setzt voll auf Wasserstoffantrieb, so Frank Böttcher. Wir können gespannt sein auf die politischen und technologischen Entscheidungen für den besten, zukunftsweisenden Autoantrieb“, so Ritzek abschließend.

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