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Norderstedt | Europa

E-Scooter gegen Umwelt und Klima

Norderstedt (em) „Beim Spaß mit E-Scootern wird richtigerweise auf die hohe Verletzungsgefahren durch Fehlverhalten der Nutzer hingewiesen, eine Verletzungsgefahr, die eigentlich den sofortigen Stopp dieses total überflüssigen Gefährts auf unseren Straßen und Radfahrwegen erfordert“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek.

Wenn man insbesondere den jugendlichen Nutzern diesen Spaß nicht verderben will, so muss doch von den Befürwortern, dazu gehören einige Medien, auch Politiker und natürlich die Industrielobby, verlangt werden, dass diese auch auf die für Klima, Umwelt und Menschen äußerst negative Auswirkung bei der Gewinnung des Rohstoffes Lithium hinweisen müssten. Das sogenannte „Lithiumdreieck“ zwischen Chile, Bolivien und Argentinien birgt bis zum 70 Prozent des weltweiten Lithiumaufkommens. „Auch wenn für die Akkus der E-Scooter nur kleine Mengen von Lithium gebraucht werden, die hohe Zahl der E-Scooter, in Hamburg schon fast 3.000 Stück, trägt auch zum Ausbeuten des Lithiumdreiecks bei, zur Zerstörung natürlicher Barrieren zwischen Salz- und Süßwasser, zur Senkung des Wasserspiegels, zur Vernichtung der Lebensgrundlage für Zehntausende Menschen, meist indigene Berggemeinden“, so Ritzek. Mit den großen Unternehmen, die in dem Gebiet Lithium fördern, kamen dann die großen Maschinen, die die gesamte Landschaft umgraben, die Tiere vertreiben und die alten, sehr sensiblen Wasserstellen vernichten.

Welcher Scooter-Fahrer denkt an diese Gefahren, wer fragt nach Recycling nach? Der Spaß mag hier genossen werden, was in der Ferne passiert, interessiert wohl nicht. „Solche Verhaltens- und Denkweisen kennen wir ja schon ausreichend aus der Vergangenheit mit allen negativen Auswirkungen“, so Ritzek. Da reicht es auch nicht aus, sich als persönliches Alibi an Protestaktionen für Umwelt und Klimaschutz zu beteiligen, vielleicht auch noch ein Kreuz bei einer bestimmten Partei zu machen, dann aber weiterzuleben, als wenn der persönliche Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und zum Schutz der indigenen Völker in den Fördergebieten dann von selbst kommt. „Wir müssen alle kritischer mit umwelt-, klima- und Menschen belastenden Entwicklungen umgehen, nicht nur vor unserer Haustüre“, so Ritzek abschließend.

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