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Norderstedt | FDP

Millionenausgaben statt Parkplätze

Norderstedt (em) „Wenn Sie die Möglichkeit hätten, einmalig 600.000 Euro zu investieren oder laufende Kosten von jährlich 390.000 Euro mit steigender Tendenz zusätzlich bestreiten zu müssen, wofür würden Sie sich entscheiden“, fragt FDP-Kandidat Sven Wojtkowiak neugierig in die Runde, um gleich fassungslos hinzuzufügen: „Die große Mehrheit der Norderstedter Politik will sich für die 390.000 Euro jährlich entscheiden, nur der FDP-Vertreter und Spitzenkandidat Tobias Mährlein hat sich in der betreffenden Ausschusssitzung dagegen ausgesprochen.“

Worum geht es dabei? Das Baugebiet „Grüne Heyde“ welches mit ca. 600 Wohneinheiten zwischen den Straßen Mühlenweg und Harckesheyde entstehen soll, wird von der Stadtverwaltung als Quartier mit eingeschränkter PKW-Nutzung geplant. Vorgesehen sind hier nämlich nur 0,3 bis 0,5 Stellplätze pro Wohneinheit, was bedeutet, dass dem Wunschdenken nach sich zwei bis drei Wohnungen je einen Stellplatz teilen sollen. Da dieses neue Wohngebiet jedoch keinen U-Bahn-Anschluss in der Nähe hat, soll es über eine neue Buslinie an den ÖPNV angeschlossen werden. Für diese neue Buslinie gäbe es dann zwei Möglichkeiten: Die Stadt baut für 600.000 Euro einmalige Kosten den Mühlenweg aus, damit normale Busse ihn befahren können, und zahlt dafür dann jährlich an den Verkehrsverbund 140.000 Euro. Oder die Stadt bestellt extra Minibusse, die schmaler sind und daher den Mühlenweg auch in der jetzigen Form passieren könnten, und zahlt dafür jährlich 530.000 Euro an den Verkehrsverbund.

„Man sollte meinen, das sei ein einfaches Rechenexempel“, ergänzt FDP-Mitglied Christian Görtz, „aber weit gefehlt. Erst werden von der Verwaltung absichtlich zu wenige Stellplätze geplant und anschließend werden die Einwohner dann mit taxiähnlichen, überteuerten Minibussen durch die Gegend chauffiert“. Schon jetzt sei die Sorge der Bewohner in der Umgebung groß, dass in Zukunft ihre eigenen Anwohnerstraßen durch die Bewohner des neuen Baugebietes zugeparkt würden.

„Wollen wir denn wirklich glauben, dass die Bürger ihr Auto abschaffen und dann z.B. ihre Einkäufe in Zukunft mit dem Lastenfahrrad nach Hause bringen, Urlaub nur noch als Fahrradtour oder mit dem Flugzeug machen und am Wochenende an die Ostsee mit der Bahn fahren“, bringt Görtz es auf den Punkt. „Und das alles, weil wir sie in Zukunft mit einem Minibus zur nächsten U-Bahnstation fahren?“ Dieses Wunschdenken würde den städtischen Haushalt in zehn Jahren mit mindestens 4.000.000 Euro zusätzlich belasten, und da das Gleiche für die Gebiete am Gashütter Damm und am Harkshörner Weg geplant sei, sogar mit 12.000.000 Euro. Gegen die Stimme des FDP-Spitzenkandidaten und Ausschussmitgliedes Tobias Mährlein soll nach Aussage der Fraktionen der CDU, SPD, der Grünen, der Linken und der WiN dieses demnächst im zuständigen Ausschuss so beschlossen werden.

„Wir haben so viele wichtige Themen in Norderstedt“, erklärt FDP-Kandidat Sven Wojtkowiak abschließend, „lassen Sie uns diese riesigen Beträge doch lieber für sinnvolle Investitionen in unsere Zukunft ausgeben wie den Ausbau von flexiblen Kita-Einrichtungen, die Digitalisierung nicht nur in unseren Schulen, längst überfällige Straßensanierungen und die Entlastung der Bürgerinnen und Bürger durch die Abschaffung der Straßenausbaubeiträge und nicht für ideologisches Wunschdenken“.

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