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Norderstedt | Kreis Segeberg

Herpesvirusinfektionen bei Pferden im Raum Norderstedt

Norderstedt (em) Dem Veterinäramt des Kreises Segeberg ist mitgeteilt worden, dass es im Raum Norderstedt Fälle von Herpesvirusinfektionen bei Pferden geben soll. Auch von zwei Fällen im Nachbarkreis Stormarn ist gesprochen worden.

Die Herpesvirusinfektion der Pferde sind nach geltendem Recht keine anzeigepflichtige Tierseuche oder meldepflichtige Tierkrankheit. Daher muss niemand, der ein solches Pferd hält, eine Anzeige oder Meldung beim Veterinäramt erstatten. Als Konsequenz wissen die Mitarbeiter des Veterinäramts im Regelfall nicht, dass solche Erkrankungen bei Pferden im Kreis bestehen. Daher ist eine Auskunft über die Anzahl der erkrankten Pferde nicht möglich.

Was macht der Virus? Wie wird er erkannt?
Die Herpesviren verursachen Infektionen und Erkrankungen der oberen Atemwege (Nasengänge, Rachen, Luftröhre und Bronchien). Es kommt zu einer starken Vermehrung von Virus, das durch Tröpchen bei Husten oder Schnauben in die Umgebung abgegeben wird. Sehr leicht können dabei auch die benachbarten Pferde, die im direkten aber auch indirekten Kontakt mit dem Ausscheider stehen, infiziert werden.

Zudem sind zentralnervöse Störungen möglich, die allerdings nur bei einzelnen betroffenen Tieren auftreten. Tragende Stuten können durch die Infektion mit dem Virus das Fohlen noch vor Ende der Trächtigkeit verlieren.

Betroffen können auch die Lid- und Bindehäute infizierter Tiere sein, die im Erkrankungsfall entzündet sind. Bläschenausschlag an den Genitalien ist ein weiteres Symptom einer Herpesvirusinfektion bei Pferden. Die Infektion mit diesen Viren deutlich häufiger im Winter und im Frühjahr auf. Abhängig von Immunstatus und Infektionsdruck beim individuellen Pferd kann eine Infektion anschlagen.

Was kann man während einer Stallinfektion tun?
Quarantäne für den gesamten Stall, keine Neuzugänge, Besucherverkehr einschränken. Sollten Pferde den Bestand verlassen, dann nur zu Isolationszwecken ohne möglichen Pferdekontakt (500 Meter Distanz). Pferdebesitzer sollten auch daran denken, dass jeglicher Transport mit Stress einhergeht und schlummernde Infektionen reaktivieren kann. Unerlässlicher Besuch (Hufschmied, Tierarzt) muss bei jedem Pferd individuelle Schutzkleidung tragen.

Verhinderung einer Ausbreitung im Bestand
• Stalleinheiten abgrenzen, Pferdebewegungen und Kreuzungsmöglichkeiten einschränken, Aktivitäten auf ein Minimum beschränken
• Unnötigen Personenverkehr zwischen Stalleinheiten vermeiden
• Strategischer Einsatz von Stallpersonal (getrennte Teams, Arbeiten von „Sauber nach Schmutzig“)
• Strategisches Platzieren von Desinfektionsmatten zur Schuhdesinfektion zwischen Stallakten
• Wenn Pferde in EInzelboxen gehalten werden, dann muss für jedes Pferd ein individueller Kittel sowie Einmalhandschuhe zur Verfügung gestellt werden. Der Kittel wird am besten am Eingang der Box aufgehängt.
• Bei jedem Kontakt mit dem Pferd muss ein neues Paar Handschuhe angezogen werden.
• Im Besonderen der Kontakt mit dem Kopf und den Nüstern des Pferdes sollten auf ein Minimum beschärnkt werden (größte Ausscheidungsquelle). Nach Verlassen der Box mit den Schuhen direkt über eine Desinfektionsmatte gehen oder in ein Desinfektionsbad steigen.
• Händewaschen zwischen jedem Pferdekontakt ist Pflicht!

Kannn die Infektion auf den Menschen übertragen werden?
Herpesviren, die beim Pferd auftreten, sind nicht auf den Menschen übertragbar.

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