Teilen Sie das Stadtmagazin auf Facebook.
Suchen Sie nach
Berichten, Bildern und Videoberichten


Wer bestimmt künftig die Stadtpolitik?

Die Kanzlei
Norderstedt |

Wer bestimmt künftig die Stadtpolitik?

norderstedt
Norderstedt (rj) Wie wird die Stadtvertretung künftig aussehen? Darüber entscheiden die Norderstedter bei der Kommunalwahl am Sonntag, 26. Mai.

Sie lächeln gerade miteinander um die Wette – die Politiker auf den Plakaten. Es ist Wahlkampf-Zeit! CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, FDP, Die Linke und WSDV (Wir sind das Volk) treten an, zudem ist noch die WiN (Wir in Norderstedt) als Wählergemeinschaft zugelassen.

Vor der Abstimmung über die künftige Zusammensetzung der Stadtvertretung haben wir die Spitzenkandidaten unter die Lupe genommen. Nur die WiN hat sich nicht geäußert. Kein guter Start für den neuen Zusammenschluss.

Kandidaten-Check

Kathrin Oehme, CDU,Meinung und Politik
69 Jahre


Der Haushalt der Stadt wird nur noch mit Not ausgeglichen. Wo wird der normale Bürger die Einschnitte spüren?
Durch den ausgeglichenen Haushalt wird es grundsätzlich keine Einschnitte durch die Stadt geben. Jedoch wälzen Bund und Länder einen großen Teil ihrer Ausgaben auf die Kommunen ab. Sollte es dadurch Widererwarten doch Einschnitte geben, müssen diese sozialverträglich sein.


Was würden Sie gerne verändern?
Wichtig ist, dass wir uns dem Wohnungsbau zuwenden für Menschen, die keine 12, 14€ oder mehr Euro pro Quadratmeter zahlen können. Dann würde ich endlich Ruhe in die Schulen bringen, damit die Schüler konzentriert lernen können. Denn junge Menschen sind unsere Zukunft.


Welchen Beitrag wollen Sie zur Stärkung der regionalen Wirtschaft leisten?
Eine starke Wirtschaft sorgt für eine solide Finanzlage unserer Stadt. Deswegen braucht es arbeitsnahe Wohnungen für Mitarbeiter und vor allem eine gute Infrastruktur. Damit verbunden sehe ich den Ausbau der Kitaplätze und der Schulen, um eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu ermöglichen.


Was tun Sie für ältere Mitbürger?
Mit dem Seniorenbeirat und den anderen Einrichtungen für ältere Mitbürger stehen wir in permanentem Dialog. Zusammen wollen wir unsere Stadt lebenswert für alle gestalten. Daher ist mir die Förderung des Miteinanders der Generationen sowie das altersgerechte und finanzierbare Wohnen wichtig.


Jürgen Lange, SPD,Meinung und Politik
66 Jahre


Der Haushalt der Stadt wird nur noch mit Not ausgeglichen. Wo wird der normale Bürger die Einschnitte spüren?
Alle Bürger sind schon durch die maßgeblich von der CDU durchgesetzte Erhöhung der Grundsteuer B seit 2011 erheblich finanziell belas-tet worden, weitere Belastungen soll es nicht geben. Allerdings müssen sich die Bürger darauf einstellen, dass nicht alle Wünsche erfüllt werden können.


Was würden Sie gerne verändern?
Den Haushalt für die Bürger transparenter machen, damit sie sich im Bürgerhaushalt besser einbringen können. Deckungsringe verkleinern, damit Haushaltsgelder, die für einen bestimmten Zweck eingeplant wurden, nicht ungefragt für Finanzlücken anderer Maßnahmen genutzt werden können.


Welchen Beitrag wollen Sie zur Stärkung der regionalen Wirtschaft leisten?
Wir haben dafür gesorgt, dass das Gebiet Nordport entstand. Dadurch wird der Wirtschaftsstandort gestärkt und das Angebot an qualifizierten Arbeitsplätzen erweitert. Einhergehen damit muss auch eine nachhaltige Stadtentwicklung mit den notwendigen Betreuungseinrichtungen und Schulen.


Was tun Sie für ältere Mitbürger?
Generationsübergreifendes Wohnen mit ärztlicher und pflegerischer Versorgung, Rückführung der Gelder des sozialen Wohnungsbaus für Förderung bezahlbaren und barrierefreien Wohnraums, Erhalt und Stärkung der Nahversorgungszentren in den Wohngebieten, Norderstedt-Karte für den ÖPNV.


Regina Spörel, Bündnis 90/Meinung und Politik
Die Grünen, 57 Jahre

Der Haushalt der Stadt wird nur noch mit Not ausgeglichen. Wo wird der normale Bürger die Einschnitte spüren?
Grüne Politik werden die Bürger im positiven Sinne dort spüren, wo das Geld investiert wird: Schulen, Kitas, einer Umwelt mit naturnahen Erlebnisräumen, alternativen Wohnkonzepten und einem fußgänger- und fahrradfreundlichen Stadtbild. Neue Straßenbauprojekte können dafür warten.


Was würden Sie gerne verändern?
Norderstedt hat ein hohes Verkehrsaufkommen. Das macht auf Dauer krank. Wir möchten die Geschwindigkeit in der Stadt durch deutliche Ausweitung von Tempo-30-Zonen reduzieren, den Schwerlastverkehr aus den Wohngebieten
verbannen und den Fluglärm besonders in Tagesrandzeiten senken.


Welchen Beitrag wollen Sie zur Stärkung der regionalen Wirtschaft leisten?
Erneuerbare Energien und Umwelttechnik sind die Wirtschaftszweige mit großem Wachstumspotenzial. Wir haben zu diesen Unternehmen einen guten Zugang und werden ihn nutzen, um die Vorteile des Standorts deutlich zu machen. Auf einen ruinösen Wettbewerb mit anderen Kommunen verzichten wir.


Was tun Sie für ältere Mitbürger?
Wir werden uns stark machen für bezahlbaren, barrierefreien Wohnraum, ein sicheres Umfeld mit Einkaufsmöglichkeiten und Begegnungsstätten, unterstützende Hauswirtschafts- und Pflegeangebote und ein Verkehrskonzept, das auf die Bedürfnisse älterer Bürger eingeht.


Gabriele Heyer, FDP,Meinung und Politik
55 Jahre


Der Haushalt der Stadt wird nur noch mit Not ausgeglichen. Wo wird der normale Bürger die Einschnitte spüren?
Das Defizit der Bildungswerke wurde um 250.000 Euro kleiner, ohne dass die Bürger etwas vermissen. Städtische Objekte wurden verstärkt privat gereinigt, ohne dass jemand entlassen wurde. Einige Bürger haben längere Wege zu den Lehrschwimmbecken. Es werden keine Bäume mehr verschenkt.


Was würden Sie gerne verändern?
Ich würde gern Bürokratie ab-bauen, um uns Bürger mehr Freiräume zu geben. Ich würde staatliche Leistungen mehr durch Private erbringen lassen und die Verschuldung zurückfahren, damit wir mehr gestalten und die Steuern senken können. Ich will Mitbestimmung bei der Verteilung des Fluglärms.


Welchen Beitrag wollen Sie zur Stärkung der regionalen Wirtschaft leisten?
Unsere in die Jahre gekommenen Gewerbegebiete müssen runderneuert werden. Investitionen in Ki-tas, Bildung und Freizeitmöglichkeiten sichern den Zuzug von qualifizierten Arbeitskräften. Unsere Bildungswerke bieten Qualifizierungsmöglichkeiten. Die Gewerbesteuer muss gesenkt werden.


Was tun Sie für ältere Mitbürger?
Ältere Menschen sollen möglichst lange in Ihrem Wohnumfeld bleiben. Wir unterstützen daher barrierefreies Wohnen wie auch die Ausbildung in Pflegeberufen am Standort Norderstedt. Gleichzeitig wollen wir den Zugang zum öffentlichen Personennahverkehr durch Anrufsammeltaxis ermöglichen.


Miro Berbig, Die Linke,Meinung und Politik
48 Jahre


Der Haushalt der Stadt wird nur noch mit Not ausgeglichen. Wo wird der normale Bürger die Einschnitte spüren?
Wenn Politik vom Sparen spricht, meint dies meist Kürzungen im so-zialen und kulturellen Bereich. Das wird mit uns nicht zu machen sein. Statt mehr Straßen zu bauen, sollten wir das Geld in den Ausbau der Jugendzentren, des Frauenhauses und für den Erhalt dezentraler Schulschwimmbecken investieren.


Was würden Sie gerne verändern?
Den Wohnungsbau und die Verkehrspolitik. Die Wohnungsbauunternehmen sollen notfalls baurechtlich gezwungen werden, mindestens 30 Prozent der Wohnungen gefördert zu bauen. Beim Verkehr setzen wir auf ÖPNV und Radverkehr: Bis 2020 wollen wir den Radverkehrsanteil verdoppeln.


Welchen Beitrag wollen Sie zur Stärkung der regionalen Wirtschaft leisten?
Bei der Wirtschaftsförderung setzen wir auf intelligentes Flächenmanagement für die Bereitstellung von Gewerbestandorten, dabei hat die Innenentwicklung Vorrang vor der grünen Wiese. Auch gute Be-treuungs- und Bildungschancen, hohe Lebensqualität, ausreichend bezahlbaren Wohnraum fördern wir.


Was tun Sie für ältere Mitbürger?
Wir unterstützen das Fußverkehrskonzept der Stadt, fordern Barrierefreiheit als Normalzustand und wollen einen günstigen und leistungsstarken Nahverkehr. Der zunehmenden Armut Älterer werden wir mit einer Offensive beim sozialen Wohnungsbau und der Stärkung des Sozialpasses begegnen.


Wilfried-Hassan Siebert,Meinung und Politik
Wir sind das Volk


Der Haushalt der Stadt wird nur noch mit Not ausgeglichen. Wo wird der normale Bürger die Einschnitte spüren?
Bei dieser herrschenden Wirtschaft kann nicht gespart werden.


Was würden Sie gerne verändern?
Die Postenhäufung der Politiker muss abgeschafft werden. Wir fordern die Förderung des sozialen Wohungsbaus durch die Förderung des Landes, Bundes und der EU. Wir fordern die Bürgerbeteiligung der Pflege des Stadtparks (Einsparungen-Ausgaben).


Welchen Beitrag wollen Sie zur Stärkung der regionalen Wirtschaft leisten?
Zur Diskussion stellen wir die Schaffung einer regionalen Wertgutscheinwährung: wie Engelgeld, Roland, Spreeblüte und Rheingold, die in einigen Regionen in Deutschland schon vorhanden sind, so auch vieleicht die Norderstedter Bernsteinblüte. Wir legen Wert auf das Urheberrecht für den Vorschlag.


Was tun Sie für ältere Mitbürger?
Die Ersparnisse müssen gerettet werden auch vor der EU, damit die Mittellosigkeit im Alter aufhört. Der Bürger ist genötigt, sein Geld verlustbringend zur Bank zu bringen, dies muss geändert werden. Wir fordern bezahlbaren Wohnraum für betreutes Wohnen.
Küchenstudio
Verwendung von Cookies
Um unsere Webseite für Sie optimal gestalten zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Infos finden Sie in der Datenschutzerklärung
Akzeptieren und weitersurfen