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Norderstedt | Polizei

Angeblicher Polizist als Betrüger entlarvt

Norderstedt (em) Nachdem Unbekannte im September einem 88-jährigen Gold im sechsstelligen Eurobereich betrügerisch abnehmen konnten, ist am Mittwoch, 4. Oktober ein Täter bei einer neuerlichen Übergabe durch eine Spezialeinheit der Polizei festgenommen worden.

Bereits Mitte September gaben sich anfänglich Unbekannte gegenüber dem an Demenz erkrankten Geschädigten als angebliche Polizeibeamte aus und überzeugten ihn, sich Gold nach Hause liefern zu lassen. Dieses Gold holten die Täter am 22. September bei dem Opfer zu Hause ab. Nach dem ersten Erfolg versuchten es die Betrüger erneut. Allerdings fingierte die zwischenzeitlich eingeschaltete Kriminalpolizei Norderstedt die für den 4. Oktober geplante Übergabe. Das Mobile Einsatzkommando konnte daraufhin einen 36-jährigen Berliner festnehmen. Die Ermittler führten den Tatverdächtigen einem Haftrichter vor.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel befindet sich der Mann in Untersuchungshaft. Weiterhin haben sich sechs weitere potentielle Geschädigte bei der Polizei gemeldet. Auch bei ihnen hatten Unbekannte Mitte September im Raum Norderstedt versucht, die Vermögensverhältnisse auszukundschaften, um an das Ersparte der Senioren zu gelangen. Ein Tatzusammenhang ist mit hoher Wahrscheinlichkeit gegeben. Die Ermittlungen dauern an.

Die Polizei bittet Betroffene in diesem Zusammenhang, eventuelle Anrufe durch angebliche Enkel oder Polizeibeamte zu melden, in denen diese nach Geld fragen oder Notfälle vortäuschen. Nur wenn den Strafverfolgungsbehörden derartige Taten bekannt werden, können diese adäquat reagieren. Weiterhin werden auch Angehörige gebeten, ältere Mitmenschen dahingehend zu sensibilisieren. Zudem können sich besorgte Bürger bei bestehender Unsicherheit im Umgang mit derartigen Anrufen an die Polizei wenden. Dort erhalten vermeintliche Opfer, aber auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter örtlicher Geldinstitute, entsprechende Hinweise.

Informationsbroschüren sind bei jeder Polizeidienststelle oder im Internet unter www.polizei-beratung.de erhältlich.

Originaltext: Polizeidirektion Bad Segeberg