Integrations-Kindergarten-Regenbogenkinder
Integrations-Kindergarten-Regenbogenkinder e. V.
Harkshörner Weg 14
22844 Norderstedt
Tel.: 040 - 526 64 11
regenbogenkinder (at) wtnet.de
www.regenbogenkinder.com
Norderstedter Bank - Vereine
€ Betreuungsmöglichkeiten für Kinder mit Behinderungen
Norderstedt (jj) Der integrative Kindergarten Regenbogenkinder e.V. entstand bereits 1985 aus einer Elterninitiative heraus. Seither haben es sich die engagierten Eltern und Betreuer zur Aufgabe gemacht, den Kindern ein Erfahrungsfeld zu bieten, das die emotionale, soziale und geistige Entwicklung unterstützt.

Heute sind es bereits rund 50 behinderte und nicht-behinderte Kinder, die in drei Gruppen betreut werden. Diese sind die Einzelintegrationsgruppe, eine Regelintegrationsgruppe und eine Hortgruppe für Schulkinder. Regelmäßig finden im Integrationskindergarten In- und Outdoorspiele und -veranstaltungen statt. Dazu sind natürlich auch die Eltern der Kinder immer herzlich eingeladen. Eine dieser Veranstaltungen ist das Fest der Sinne, das am 3. März im Rahmen des Tages der offenen Tür stattfindet. Auch dieses Mal dürfen interessierte Eltern in der Zeit von 10.30 bis 12.30 Uhr ihre Kinder in den Kindergarten begleiten, um sich über die Betreuungsmöglichkeiten von behinderten Kindern zu informieren. Außerdem können die Eltern diese Stunden gemeinsam mit ihrem Kind das Erwachen der Sinne bei Spielen im Kindergarten entdecken. Das Regenbogenteam freut sich auf interessante Gespräche und freut sich, zahlreiche Interessierte kennenzulernen.

€ Unverzichtbar: Spracherziehung
Norderstedt (em) Sprache ist unser wichtigstes Kommunikationsmittel und damit eine elementare Voraussetzung, um in einer Gesellschaft zurechtzukommen.

Auch für den Schulerfolg, und damit für eine entscheidende Weichenstellung im Leben, ist Sprachkompetenz eine der wichtigsten Grundlagen. Da das günstigste „Zeitfenster“ für das Erlernen einer komplexen Sprache (oder sogar mehrerer) im vorschulischen Alter liegt, hat neben dem Elternhaus der Kindergarten eine enorm wichtige Aufgabe zu erfüllen. „Wenn die Kinder zu uns in den Kindergarten kommen, fangen wir glücklicherweise meist nicht bei Null an, sondern die Dreijährigen kommen in der Regel schon mit einem ganzen „Sack“ an aktiven und passiven Sprachfähigkeiten“, berichtet Christine Blunk aus eigener Erfahrung.

Die meisten Kinder sprechen schon in ganzen, aber einfachen, kurzen Sätzen und haben unbewusst erste Regeln der Grammatik verinnerlicht, die jedoch häufig noch fehlerhaft sind. „Eine unserer Aufgaben im Kindergarten ist es, dieses sprachliche Grundwissen, das individuell sehr unterschiedlich sein kann, auf spielerische Weise und in enger Interaktion mit jedem Kind auszubauen und zu „vervollkommnen“. Im Kindergarten haben wir es nicht nur mit einer großen Altersspanne und dadurch bedingten Unterschieden in der kindlichen Sprachfähigkeit zu tun, sondern auch mit Mehrsprachigkeit, da einige Kinder mit Migrationshintergrund Deutsch als Zweitsprache erlernen, was Herausforderung und Bereicherung gleichermaßen ist. Darüber hinaus gehen wir in unserem integrativen Kindergarten auch mit individuellen Sprach- oder anderen Behinderungen oder Entwicklungsverzögerungen um, die oftmals eine spezielle Förderung brauchen“, so die Erzieherin. Die Erzieherinnen des Regebogenkindergartens wissen: Sie sind immer Sprachvorbild und müssen sich dieser Rolle stets bewusst sein.

„Sprachförderung in der alltäglichen Kommunikation entspringt einer förderlichen Grundhaltung der Bezugspersonen den Kindern gegenüber, die folgende einfache und selbstverständlich wirkende Verhaltensweisen beinhaltet: Wertschätzende Atmosphäre, Blickkontakt zum Kind halten, deutliches Sprechen, Wiederholungen, Zuhören können, Sprachbegleitende Handlungen und sogenanntes korrektives und erweiterndes Feedback. („Der Hund hat getrinkt.“ – „Richtig, der Hund hat getrunken. Der hatte bestimmt Durst.“)“, weiß Erzieherin Christine Blunk.
Bastelvormittag mit den Elementarkinder
Norderstedt (em) Die Weihnachtszeit im Regenbogenkindergarten begann mit einem Bastelvormittag mit den Elementarkindern und deren Eltern.

Andere Angehörige waren natürlich auch herzlich willkommen mitzubasteln, falls die Eltern mal keine Zeit dazu hatten. „Wir haben zwei Elementargruppen, die jeweils ihren eigenen Bastelvormittag mit ihren Eltern individuell gestalteten“, erklärt Klara Kamazani. Bei den „Grünfinken“ begann der Vormittag in diesem Jahr mit dem gemeinsamen Singen mit Gitarrenbegleitung. Danach sagten die Kinder ein Gedicht auf und frühstückten gemeinsam.

„Gemeisame Veranstaltungen sind für die Eltern eine willkommene Gelegenheit, sich besser kennenzulernen und miteinander ein wenig zu plaudern“, so Kamazani. Nach dem Frühstück kam das Basteln. In diesem Jahr wurde wieder ein schönes Adventsgesteck erstellt. Dazu bastelten alle zusammen Wichtel, verzierten Kerzen mit Wachs und beklebten Sterne mit Glitzer.

Zum Schluss versammelten sich alle in einem Kreis und sangen das bekannte Lied „Weih-nachtsbäckerei“ von Rolf Zuckowski. Ein perfekter Abschluss der Bastelrunde und Übergang zu dem Backtag, der in der darauffolgenden Woche stattfand und alle in herrliche Weihnachtsstimmung versetzte.

Das beliebte Kürbisfest
Norderstedt (em) Jedes Jahr zur Halloweenzeit feiern die Regenbogenkinder ein Kürbisfest – eine etwas abgeschwächte Version des traditionellen Halloweenfestes.

„Wir haben eine Woche lang Kürbisse aus Tonkarton und Transparentpapier gebastelt und diese an die Fenster des Gruppenraumes geklebt. Für die Tische haben wir Windlichter aus Marmeladengläsern gebastelt. Die Gläser haben wir von außen mit Kleister bestrichen und dann mit orangenem, rotem und gelbem Transparenzpapier beklebt. Zum Schluss wurde noch ein Teelicht hineingestellt. Um dieses Fest noch ein wenig aufregender zu gestalten, haben wir noch Fledermäuse ausgeschnitten, gefaltet und zu den Fensterkürbissen gehängt. Gemeinsam mit den Kindern haben wir auch echte Kürbisse ausgehöhlt und ein lustiges Gesicht hineingeschnitten“, erinnert Betreuerin Sonja Schaaf.

Das Kürbisfest beginnt immer mit einem Tisch voller leuchtender Kürbisse, die die Kinder zum Teil auch von zu Hause mitbringen. Kürbisservietten, kleine Dekospinnen und Wurst und Käse in Kürbisform ausgestochen, zaubern immer ein Leuchten in die Kinderaugen. „Auf die Teller der Kinder legen wir jedes Jahr ein kleines Geschenk. Dieses Jahr bekam jedes Kind einen kleinen Tonkürbis mit einem Teelicht.“ Während der Tisch festlich gedeckt wurde, durften die Kinder in der Turnhalle spielen. Dann gingen alle gemeinsam in den abgedunkelten Gruppenraum, in dem zahlreiche orangefarbene Kürbisse leuchteten. „Zu Beginn sangen wir Kürbislieder wie „Mein Kürbis hat ein Mondgesicht“, danach wurden die Geschenke und der gedeckte Tisch bestaunt.“ Das Essen macht den Kindern an so einem Tag besonders viel Freude und viele erzählen noch Tage danach, wie schön es war.

Arribuin-Lauf am 5. Juni
Norderstedt (jj) Auch dieses Jahr starteten wieder einige Regenbogenkinder beim Stadtlauf in Norderstedt. Natürlich wurde vorher trainiert und am Outfit gefeilt.

Zunächst bemalte sich jedes Kind ein T-Shirt mit seinem Namen und einem Regenbogen, danach machten sich alle gemeinsam auf den Weg zum Treffpunkt. Nachdem die Startunterlagen vollständig verteilt werden konnten, begaben sich die Kinder in Begleitung der Erzieherin Marion Merkel und Kindergartenleitung Iris Bold an den Start. Gespannt warteten die Eltern am Ziel.

Ungeduldig zappelten die Kinder und warteten, dass es endlich losging. Erst liefen die Grundschulen, dann kamen die Kindergartenkinder an die Reihe. „Da großes Gedränge herrschte, freuten wir uns umso mehr über die selbst gestalteten T-Shirts, denn so konnten wir unsere Kinder im Auge behalten und auch beobachten, dass einige sehr eilige Jungen schon mit einer früheren Gruppe vorliefen“, so Iris Bold. Unter viel Beifall der Zuschauer erreichten alle das Ziel! Stolz, diese Distanz zurückgelegt zu haben, wurde jedes Kind von glücklichen Eltern in Empfang genommen. Das Überreichen der Urkunden erfolgte dann am nächsten Tag in der Kindertagesstätte – und alle waren sich einig: „Es war toll und wir machen nächstes Jahr wieder mit!“ Auch im erzieherischen Sinn wurde das Ziel also erreicht, es wurde nachhaltig etwas Positives erlebt, das zur Nachahmung anregt und wiederholt werden soll.

Gemeinsam ohne Aussonderung!
Norderstedt (em) Wieso ist eigentlich „Integration“ in aller Munde? Alle gehören doch natürlicherweise dazu. Dafür muss man doch nicht extra was tun. Oder?

„Unser Kindergarten heißt Integrationskindergarten Regenbogenkinder e. V. und wir wollen Kindern ein Umfeld bieten, in dem Normalität ganz lebendige Vielfalt bedeutet. Alle Farben des Regenbogens! Unsere Kinder erleben, erfahren und lernen miteinander und voneinander“, weiß auch Marion Merkel aus dem Team des Kindergartens.

Die Bedürfnisse von jedem Kind sind gleich wichtig, wobei es für einige der Kinder aus unterschiedlichen Gründen schwerer ist, die gleiche Vielfalt und Qualität an Erfahrungen zu machen wie Andere. Sogenannte Behinderung entsteht dort, wo einem Menschen vorenthalten bleibt, was er braucht. Hier setzt heilpädagogische Integrationsarbeit an, um gleiche Chancen zur Teilhabe an der Gemeinschaft zu ermöglichen. Dies wird in den Alltag so eingebettet, dass idealerweise gar nicht bemerkt wird, wo hier „integriert“ wird. Was die Einen brauchen, tut auch Anderen gut.

„Die Hauptsache ist: Gemeinsam Spaß haben und wichtige Erfahrungen machen - sowohl gezielt als auch nebenbei. Zusammen Leben, eben“, so Marion Merkel. Wer sich informieren möchte, besucht am besten die neue Homepage unter www.regenbogenkinder.com. Auch im nächsten Jahr werden auf jeden Fall wieder „Integrationsplätze“ zu vergeben sein. Nachfragen kann man telefonisch unter 040/52 66 411 oder per E-Mail unter: regenbogenkinder@wtnet.de

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