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Norderstedt | Aktuell

Wasserstoffstrategie ein Gewinn für Mensch, Tier und Natur

Norderstedt (em) „Die sofortige Bereitstellung von etwa sieben Milliarden Euro durch die Bundesregierung für die Forschung, Entwicklung und Anwendung der Wasserstofftechnologie im Verkehrs- und Industriebereich bedeutet auch eine konkrete Hoffnung für Mensch, Tier und Natur in den heutigen Abbaugebieten von Lithium in Südamerika und Kobalt im Kongo“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek.

Viel zu wenig wird von Politikern darauf hingewiesen, dass der Abbau von Lithium und Kobalt als Rohstoffe für Elektrobatterien in höchstem Maße die Grundlage für indigene Völker in Südamerika zerstört und im Kongo Kinderarbeit bedeutet. „Wir können und dürfen nicht in den hochindustrialisierten Ländern von Elektromotor schwärmen, die negativen Folgen in den Förderländern aber nicht erwähnen und nicht dagegen vorgehen“, so Ritzek.

Eine verantwortungsvolle Politik wird das hoffentlich bei der Begeisterung für den Elektromotor auch mit beachten. Bisher ist der Anteil mit ca. 137.000 Elektrofahrzeugen an der Gesamtzahl von ca. 65 Millionen Autos mit etwa 19.000 Ladenstationen ja noch sehr entwicklungsfähig. Und jetzt kommt die neue Strategie der hoffnungsvollen Wasserstoffentwicklung. Bisher können die knapp 400 Wasserstoffautos in Deutschland auch erst an etwa 100 Tankstellen Wasserstoff tanken. „Aber die Betankung für eine Reichweite von ca. 500 bis 700 Kilometren dauert nur ca. drei Minuten, geht also wesentlich schneller als die Neuaufladung der Elektrobatterie“, so Ritzek.

Die Produktion des grünen Wasserstoffs, also des Produktes aus Ökostrom, ist noch sehr teuer. Ganz neue Techniken müssen entwickelt werden, die eigenen Kapazitäten zur Erzeugung von Ökostrom müssen ausgebaut werden und neue Kooperationen mit Ländern mit hoher Sonnenleistung, z.B. mit Marokko, werden angestrebt. Die Anwendungsgebiete für Wasserstoff werden sich über den Einsatz in Industrie, im Fernverkehr und Zugverkehr bis zum PKW-Einsatz entwickeln. „Das erfordert Finanzmittel, Zeit, hohes Wissen und Initiativen“, so Ritzek. So hat die Landesregierung unseres Landes Ende letzten Jahres auch beschlossen, zum führenden Land für die Entwicklung der Wasserstofftechnologie für Kraftfahrzeuge zu werden. Auch der klassische Antrieb mit den ständig verbesserten Motoren wird einen bedeutenden Platz bei den Antriebsarten behalten. „Auch das gehört zur Wahrheit“, so Ritzek.

„Die nationale Wasserstoffstrategie bedeutet eine enorme Herausforderung für die Zukunft. Wir können stolz darauf sein, dass unsere Bundesregierung und unser Bundesland hier eine führende Rolle einnehmen werden. Wissen, Finanzmittel, Verantwortung und Engagement sind für diese Zukunftsherausforderung gefragt“, so Ritzek abschließend.

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