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Norderstedt | Aktuell

Hupkonzert hinter Paketzusteller-Fahrzeugen

Norderstedt (em) „Spätestens dann, wenn man ab dem zweiten Fahrzeug hinter einem Paketzusteller-Fahrzeug halten muss, fangen die dahinter stehenden Fahrer in ihren Fahrzeugen an zu hupen“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek.

Die Paketdienste machen es sich einfach, ob in starken Verkehrszeiten oder in ruhigen, ob auf Hauptverkehrsstraßen oder kleinen Anliegerstraßen, ob halb auf Bürgersteigen oder Radwegen. Blinklicht an, das ist es. Wo sollen diese auch hin, um auszuliefern? Und wenn die Paketfahrer am Abend auch noch die Wohnstraßen als Gewerbegebiet betrachten, auch wenn sie dort gar nicht wohnen, und die Wohnstraßen zum Parkplatz für die Nacht und auch am Wochenende machen, dann ist der Ärger der Wohnstraßenanlieger doch auch verständlich. „Aber vielleicht kann man ja erwarten, dass die hupenden Autofahrer sich mal fragen, warum so viele Pakete ausgeliefert werden müssen und den Verkehr zeitweise stark behindern“, so Ritzek.

Innerhalb von Deutschland werden aktuell über drei Milliarden Pakete pro Jahr verschickt, mit gewaltigem Verpackungsmüll. Hinzu kommen pro Jahr etwa 280 Millionen Retourenpakete, davon wird ein nicht unerheblicher Teil der Waren vernichtet, also wertvolle Rohstoffe einfach vergeudet. „Und wenn z.B. aus dem neuen Verteilerzentrum von Amazon in Nützen bei Kaltenkirchen etwa 1000 Fahrzeuge pro Tag und Nacht die Waren ausliefern und schwere LKW die Ware Nachts anliefern, so kann man nicht von einem Segen für die Region sprechen. „Und die gewonnenen Arbeitsplätze im Lager vernichten die Arbeitsplätze in unseren kleinen Einzelhandelsgeschäften in unseren Städten und Dörfern. Und Steuern zahlt z.B. Amazon kaum an unseren Staat an unsere Gemeinden, sondern an die Zentralen in Steueroasen in anderen Ländern. Aber unsere Infrastruktur wird genutzt.

Es kann notwendig sein, auch über online zu bestellen, aber nicht in dem aktuellen Maße. Es liegt in der Hand der Konsumenten, also an uns, diese Massen von auszuliefernden Paketen zu reduzieren, auch in der Corona-Zeit. Kaufen sie bei ihrem Einzelhändler vor Ort, sofern sie mobil sind. Helfen sie mit, die Lebendigkeit unserer kleinen Geschäfte und Einkaufszentren zu erhalten.

Freuen sie sich über den menschlichen Kontakt der Begegnungen, wertschätzen sie die persönlichen Beratungen. Dann brauchen wir keinen Bundesbeauftragten für Einsamkeit. „Und helfen sie mit, Staus durch Paketdienste und den Verpackungsmüll der Versandpakete zu reduzieren und helfen sie auch mit, die unglaubliche Zahl von fast 300 Millionen Retouren pro Jahr und die damit einhergehende Rohstoffverschwendung zu senken“, so Ritzek abschließend.

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