Teilen Sie das Stadtmagazin auf Facebook.
Verwendung von Cookies: Wir verwenden ausschließlich technisch notwendige Cookies auf unserer Webseite. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen
Akzeptieren und weitersurfen
Suchen Sie nach
Berichten, Bildern und Videoberichten


Norderstedt | Aktuell

Unterstützung für nachhaltiges Mineralwasser aus Norderstedt

Norderstedt (em) Kein leckeres, regionales Mineralwasser mehr aus Norderstedt? Große Sorgen macht sich der Norderstedter Mineralbrunnen MAGNUS: Der Beitritt der Hansestadt Hamburg zur „Blue Community“ und der in diesem Zuge formulierte Weg „weg von der Flasche“ könnte das „Aus“ für Mineralwasser aus Norderstedt oder gar generell für lokale Mineralwasserhersteller einläuten, befürchtet Geschäftsführerin Gaby Gassmann.

Aus diesem Grund hat Gassmann am (vergangenen) Donnerstag mit der Bundestagsabgeordneten Gyde Jensen und dem Landtagsabgeordneten Stephan Holowaty (beide FDP) hochrangigen Besuch eingeladen.

Dabei klingen die Ziele der Blue Community zunächst ambitioniert und gut und fokussieren sich auf die Umsetzung der Menschenrechte auf Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitärversorgung.

Sorgen bereitet jedoch eine weniger sinnvolle Verbindung mit dem natürlichen Mineralwasser in Flaschen, das der zuständige Hamburger Staatsrat in der Presse öffentlich in Frage stellt. Die MAGNUS-Geschäftsführerin befürchtet nun zunehmenden Druck – und damit auch, dass gerade örtliche Mineralwasserhersteller um ihre Quellen fürchten müssen – obwohl Mineralwasser zunächst wenig mit der Trinkwasserversorgung zu tun habe.

Die ursprünglich kanadische „Blue Community“-Initiative hatte bislang insbesondere international agierende Tafelwasserhersteller im Blick, die sich aus öffentlichen Trinkwasserquellen versorgen und damit in ihren Förderregionen bedenkliche Eingriffe in den Wasserhaushalt vornehmen.

„Es wäre eine Katastrophe für die mittelständischen und regionalen deutschen Mineralbrunnen, wenn durch eine Serie von Missverständnissen, geologischer Unkenntnis und einem Überregulierungsbedürfnis bestehende, leistungsstarke und vor allem nachhaltige mittelständische Strukturen zerschlagen würden,“ so Gassmann. „Die mittelständischen Mineralbrunnen konkurrieren nicht mit der öffentlichen Trinkwasserversorgung.“

Den „Teufel im Detail“ sieht auch Stephan Holowaty, Landtagsabgeordneter der FDP aus Henstedt-Ulzburg: „Wenn die Geschäftspraktiken beispielsweise von Nestle oder Monopolansprüche von überregionalen Trinkwasserversorgern dazu führen, dass lokale Mineralwasserabfüller ‚unter die Räder kommen‘, ist weder der Wasserversorgung noch dem Verbraucher in irgendeiner Form gedient.“

Stephan Holowaty, der sowohl verbraucherschutzpolitischer Sprecher der FDP Landtagsfraktion in Kiel als auch Mitglied des Ausschusses für norddeutsche Kooperation ist, wird das Thema in den nächsten Konsultationsgesprächen mit der Hamburger Bürgerschaft einbringen. „Wir wollen, dass die öffentliche Trinkwasserversorgung in bester Qualität und garantierter Verfügbarkeit für jeden sicherstellt wird. Gleichzeitig erfreuen sich Millionen Menschen in Deutschland über eine breite Vielfalt an Mineralwassern: und das am besten von Mineralbrunnen vor Ort ohne lange Transportwege. Fest steht für uns nach unserem nunmehr zweiten gemeinsamen Besuch bei MAGNUS aber auch: gerade MAGNUS in Norderstedt bewirtschaftet die kostbare Ressource Wasser, wie auch Landwirte ihren Grund und Boden: mit Gewissenhaftigkeit und Nachhaltigkeit.“

Foto: "Stephan Holowaty MdL und Gyde Jensen MdB mit Gaby Gassmann, Geschäftsführerin MAGNUS Mineralwasser"

norderstedt Aktuell
Navigation
Termine heute