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Norderstedt | Asklepios Klinik Nord

€ Arthroskopische Operationen bei Verletzung der Schulter

norderstedt Asklepios Klinik Nord
Hamburg (em) Die Olympischen Sommerspiele in London sind zuende. Als exklusiver Hauptsponsor des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein und offizielles Medizinzentrum hat Asklepios die Kaderathleten aus dem hohen Norden in der Vorbereitungszeit unterstützt. Auch die Experten der Asklepios Klinik Nord - Heidberg haben die Medaillenhoffnungen beraten und behandelt. Weit oben auf der Liste der sportbedingten Verletzungen und Überlastungsschäden standen Probleme an der Schulter.

Das Schultergelenk ist das beweglichste Gelenk des menschlichen Körpers. Anders als zum Beispiel beim Hüftgelenk ist der Gelenkkopf nicht fest in einer ihn weitgehend umschließenden Gelenkpfanne verankert. Vielmehr gleitet er frei über eine flache, relativ kleine Gelenkpfanne und wird nur durch ein komplexes Zusammenspiel von Muskeln, Bändern und Sehnen gehalten. „Aufgrund ihres anatomischen Aufbaus ist die Schulter besonders anfällig für Verletzungen. Vor allem bei hoher sportlicher Aktivität ist das Gelenk schnell überfordert“, weiß PD Dr. Marc Schult, Chefarzt der Unfall- und Orthopädischen Chirurgie in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg.

Schulterinstabilität
Zu den häufigsten Schulterverletzungen im Sport zählt das Auskugeln (Luxation) des Gelenks. Durch äußere Gewalteinwirkung, zum Beispiel einen Sturz, springt der Gelenkkopf nach vorn oder unten aus der Gelenkpfanne. Dabei kommt es zu einer Überdehnung, schlimmstenfalls einem Riss der Gelenkkapsel und meist auch zur teilweisen oder kompletten Ablösung der Gelenklippe vom Pfannenrand. Um die dadurch entstandene Instabilität dauerhaft zu beheben, ist bei jungen, sportlich aktiven Menschen eine operative Therapie schon nach der ersten Luxation angeraten. Nur so können die bei dieser Patientengruppe sehr wahrscheinlichen weiteren Verrenkungen und damit einhergehende Schäden am Gelenk verhindert werden.

Schlüssellochchirurgie: schonend und millimetergenau
Das Team der Unfall- und Orthopädischen Chirurgie in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg setzt auf minimal-invasive arthroskopische Operationstechniken. „Die Vorteile für den Patienten liegen auf der Hand: Verzicht auf größere Hautschnitte, geringere Traumatisierung, weniger postoperative Schmerzen und eine kürzere Rehabilitationsphase. Unser Ziel ist es, Profi- und Hobbysportler so rasch wie möglich wieder schmerzfrei und bewegungsfähig zu machen“, erklärt PD Dr. Schult. Aufgrund der geringen Belastung des Patienten werden Arthroskopien (Gelenkspiegelungen) der Schulter zwar in Vollnarkose, aber meist ambulant durchgeführt. Über einen nur wenige Millimeter langen Schnitt bringt der Operateur zunächst das Arthroskop in das Gelenk ein. An dessen Ende befinden sich eine Lichtquelle und eine Mini-Kamera, die Bilder auf einen Monitor überträgt. Im zweiten Schritt führt er über weitere kleine Schnitte die Arbeitsinstrumente ein, um die verletzten Strukturen quasi „durchs Schlüsselloch“ zu rekonstruieren. Im Falle einer Schulterinstabilität fixiert er die abgerissene Gelenklippe mit Hilfe von resorbierbaren (vom Körper abbaubaren) Fadenankersystemen wieder an der Gelenkpfanne und rafft die überdehnte Kapsel.

Rotatorenmanschettenruptur
Nicht selten kommt es bei einer Schulterluxation zu einem zusätzlichen Riss (Ruptur) der Rotatorenmanschette. Sie besteht aus einer Gruppe von vier Muskeln und Sehnen, die den Oberarmkopf wie eine Haube umhüllen und ihn in der Gelenkpfanne stabilisieren. Die Sehnen verlaufen in einem knöchernen Kanal zwischen Oberarmkopf und Schulterdach. Bei einem Riss kann der Oberarmkopf nach oben in direkten Kontakt mit dem Schulterdach treten. Die Folgen: Schmerzen und Bewegungsbeeinträchtigungen. Da eine Ruptur nicht von selbst heilt, sollte sie im Sinne einer raschen Wiederherstellung der Sportfähigkeit zügig chirurgisch versorgt werden. Bei der arthroskopischen Rekonstruktion der Rotatorenmanschette werden die abgerissenen Sehnenenden unter Verwendung von resorbierbaren Fadenankersystemen am Knochen befestigt. Meist ist es zudem notwendig, den Raum unter dem Schulterdach durch eine Knochenabtragung zu erweitern, um die heilende Sehne vor Reibung und Druckbelastung zu schützen.

Die Nachbehandlung
Für einen optimalen Heilungserfolg muss die operierte Schulter für sechs Wochen ruhig gestellt werden. Anschließend erfolgen im Rahmen einer frühfunktionellen Nachbehandlung aktiv-assistive (geführte) Übungen. Sportliche Aktivitäten sind nach drei Monaten wieder möglich, Überkopf- und Kontaktsportarten werden frühestens nach sechs Monaten empfohlen.

Weitere Informationen zum Untersuchungs- und Behandlungsspektrum der Asklepios Klinik Nord sowie Veranstaltungshinweise finden Sie auf www.asklepios.com/nord.

Asklepios Klinik Nord - Heidberg
Tangstedter Landstr. 400
22417 Hamburg
Tel.: 040 - 18 18-87 0
info.nord@asklepios.com
www.asklepios.com/nord

norderstedt Asklepios Klinik Nord
Asklepios Klinik Nord - Heidberg
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22417 Hamburg
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info.nord (at) asklepios.com
www.asklepios.com/nord
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