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Norderstedt | Asklepios Klinik

€ Schlaganfallbehandlung in der Asklepios Klinik Nord

Hamburg (em) Mehr als 250.000 Menschen - über 9.000 allein in Hamburg - erleiden in Deutschland jährlich einen Schlaganfall. Fast jeder vierte Betroffene stirbt innerhalb von zwölf Monaten an den Folgen. Etwa die Hälfte der Überlebenden trägt dauerhafte Behinderungen davon. Umso wichtiger ist es deshalb, bei Verdacht auf einen Schlaganfall sofort den Notruf 112 zu wählen, denn es gilt das Motto „Time is brain“ („Zeit ist Gehirn“).

Am besten ist die Prognose, wenn die Behandlung in der ersten „goldenen“ Stunde beginnt. Im Einzelfall ist das Wiedereröffnen verschlossener Hirnarterien bis zu sechs Stunden nach dem Auftreten der Symptome sinnvoll. Neben dem Faktor Zeit entscheidet vor allem die medizinische Versorgungsqualität über die Zukunft des Patienten. „Studien belegen, dass die Versorgung auf spezialisierten Schlaganfallstationen, sogenannten Stroke Units, die Überlebenschancen deutlich erhöht und das Ausmaß der Folgeschäden verringert“, erklärt Prof. Dr. Günter Seidel, Chefarzt der Neurologie in der Asklepios Klinik Nord – Heidberg. „Die Patienten profitieren von der rund um die Uhr vorgehaltenen Kompetenz eines interdisziplinären Teams. Ärzte verschiedener Fachrichtungen arbeiten eng zusammen, um schnellstmöglich die Ursache des Schlaganfalls zu finden und die richtige Therapie einzuleiten.“

Mechanische Entfernung von Blutgerinnseln
In etwa 80 Prozent der Fälle wird der Schlaganfall durch die Verengung oder den Verschluss eines zum Gehirn führenden Blutgefäßes ausgelöst. Das betroffene Hirnareal ist plötzlich von der Sauerstoff- und Nährstoffversorgung abgeschnitten, die Gehirnzellen sterben ab. Häufigste Ursachen für diesen als Hirninfarkt bezeichneten Schlaganfall sind Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) und Blutgerinnsel (Thromben), die über den Blutstrom ins Gehirn gelangen. Eine besondere Herausforderung stellt die Behandlung von Patienten dar, bei denen ein Blutgerinnsel ein großes Gefäß verschließt. Bei ihnen gelingt es häufig nicht, das Hindernis durch eine Lysetherapie, d. h. durch die Verabreichung bestimmter Medikamente über die Vene, aufzulösen. In diesen Fällen kommt in der Asklepios Klinik Nord - Heidberg die intravaskuläre Thrombektomie zum Einsatz. PD Dr. Volker Hesselmann ist seit Mitte Februar Leiter des Bereichs Neuroradiologie und einer der ersten Spezialisten, die dieses innovative Verfahren in Deutschland angewendet haben. „Mit der mechanischen Entfernung von Blutgerinnseln erzielen wir sehr gute Ergebnisse. Bei neun von zehn Patienten können wir die Gefäßewieder durchgängig machen, bis zu 60 Prozent der Patienten können anschließend ein eigenständiges Leben führen“, so PD Dr. Hesselmann.Wie bei allen Schlaganfallpatienten wird zunächst eine bildgebende Diagnostik in der Zentralen Notaufnahme durchgeführt. Dort steht ein mit Perfusionstechnik ausgestatteter 64-Zeilen-Computertomograph der neuesten Generation zur Verfügung. Die Aufnahmen geben wichtige Hinweise für die Therapieplanung. Sie zeigen, ob dem Schlaganfall ein Gefäßverschluss oder eine Hirnblutung zugrundeliegt und wie das Gehirngewebe durchblutet ist. Die intravaskuläre Thrombektomie erfolgt dann unter Angiographiekontrolle. Die Asklepios Klinik Nord - Heidberg hat im Sommer 2012 eine hochmoderne Zwei-Ebenen-Angiographieanlage mit 3D-Visualisierung angeschafft, die selbst feinste Gefäßstrukturen präzise sichtbar macht. Über die Beckenarterie führt PD Dr. Hesselmann einen sehr dünnen Führungskatheter bis zur verschlossenen Stelle in der Hirnarterie und entfernt das Gerinnsel mit einem gitternetzartigen Körbchen (Retriever). Das Gefäß ist wieder frei und der Patient vor weiteren Schäden bewahrt.

Neurologische Frührehabilitation
Die Weiterbehandlung erfolgt auf der Station für Neurologische Frührehabilitation. Sie gewährleistet den nahtlosen Übergang von Schlaganfallpatienten in eine Therapie, die individuell auf die jeweiligen Erfordernisse und Möglichkeiten zugeschnitten ist. Ein Team aus Ärzten, speziell geschultem Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden und Neuropsychologen unterstützt die Patienten dabei, die verlorengegangenen Funktionen Schritt für Schritt zurückzugewinnen, und bereitet sie intensiv auf die weiterführende Rehabilitation vor.

ASKLEPIOS Klinik Nord - Heidberg
Radiologie/Neuroradiologie
Leiter des Bereichs Neuroradiologie
PD Dr. Volker Hesselmann
Te.: 040 - 18 18 87 33 32
E-Mail: info.nord@asklepios.com

Neurologie
Chefarzt Prof. Dr. Günter Seidel
Tel.: 040 - 18 18 87 34 48
E-Mail: stroke.nord@asklepios.com


Foto: Visite auf der Stroke Unit: Prof. Dr. Günter Seidel prüft im Rahmen einer
neurologischen Untersuchung die Augenbewegung der Patientin.

norderstedt Asklepios Klinik
Asklepios Klinik Nord - Heidberg
Asklepios Klinik Nord - Heidberg
Tangstedter Landstr. 400
22417 Hamburg
Tel.: 040 - 18 18-87 0
info.nord (at) asklepios.com
www.asklepios.com/nord
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