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Norderstedt | BEB

Die besten Geschichten entstehen im Schulwald

Norderstedt (em) Fernando und Yves wollen hoch hinaus. „Aber nicht über drei Meter“, beten die Zweitklässler eine von fünf Regeln runter, klettern behände auf einen knorrigen Mirabellenbaum und schneiden von oben gutgelaunt Fratzen. . Jeden Dienstag und Donnerstag ist von 14 bis 15 Uhr „Waldzeit“ an der Offenen Ganztagsgrundschule Gottfried-Keller-Straße.

Nach dem Mittagessen in der Mensa bietet das BEB-Team, das sich um die Nachmittagsbetreuung kümmert, neben kreativen, sportlichen, musischen und naturwissenschaftlichen Kursen auch offene Angebote an, für die sich die Kinder spontan entscheiden können. Von 215 Schülerinnen und Schülern profitieren aktuell 178 Kinder vom gesamten Angebot.

„Wir haben das Privileg eines eigenen Schulwaldes, da die Gebäude am idyllischen Scharpenmoor liegen“, erklärt BEB-Leiterin Maike Schörner. Vor allem der „Rattenbach“, wie der Scharpmoorgraben in Garstedt von den Kindern genannt wird, ist äußerst verlockend. Unter Aufsicht darf hemmungslos gekeschert, gematscht und am Wasser gebaut werden.
Auch Betreuerin Maren Koop ist voll in ihrem Element. „Ich liebe es mit Kindern zusammen zu sein; sie sind erfrischend und dankbar. Man kann viel erreichen und auch ich lerne täglich dazu“, freut sich die zweifache Mutter, die seit August 2021 zum BEB-Team gehört und zuvor in der Ergotherapie und Psychiatrie gearbeitet hat.

Für die „Waldzeit“ bereitet sie ein Thema vor, etwa um ein Herbarium zu erstellen, eine Regenwurmkiste oder ein bespielbares Tipi zu bauen. „Außerdem haben wir eine Entdeckerkiste mit Mikroskop, Becherlupen und mit einem ‚Schnappi‘ eine Fangbox zum Beobachten von Insekten.“

Heute dürfen neun Erst- bis Viertklässler ein großes Wald-Mandala gestalten. Zweige, Blätter, Tannenzapfen und Moos haben die Mädchen und Jungen schnell gesammelt. Aus ihrem Garten hat Maren Koop noch pinkfarbene Rhododendronblütenblätter mitgebracht und versichert: „Die besten Geschichten entstehen im Wald.“ Akribisch passen Pauline und Joana ihre Fundstücke in das Kreismuster ein, das zum Abschluss noch ein botanisches Friedenszeichen samt „Peace“-Schriftzug erhält. Die Kinder sind stolz auf ihr Werk, auch wenn es nicht lange Bestand haben wird – dafür gibt es noch viel mehr im Schulwald zu entdecken. „Ich bin viel lieber draußen in der realen Welt als in einer Scheinwelt am Computer“, philosophiert die zehnjährige Malon.

„Guck‘ mal, da ist eine Ameisenstraße“, ruft die siebenjährige Sarah und deutet auf das Gewusel am Boden. Nö, eklig fände sie die Tierchen nicht. „Aber Nacktschnecken, die sind total widerlich“, kommt es von Yves, der mittlerweile auf einem anderen Kletterbaum hockt – selbstverständlich in einer Höhe unter drei Metern.

Die BEB sucht dringend neue engagierte Mitarbeiter für die Hausaufgaben- und Nachmittagsbetreuung. Eine abgeschlossene Berufsausbildung wird vorausgesetzt; eine pädagogische Ausbildung ist wünschenswert, aber nicht erforderlich. Interessenten schicken ihre Bewerbung per Mail an bewerbung@beb-norderstedt.de

Foto: Klettern ist für die Zweitklässler Fernando (l.) und Yves das Größte in der Wald-Zeit © BEB

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