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Norderstedt | EGNO

Größte Ansiedlung des Jahres - die Serrala Group in Norderstedt

Kiel/Norderstedt (em) KIEL. Corona zum Trotz: Durch die Neuansiedlung von 119 Unternehmen im vergangenen Jahr werden in Schleswig-Holstein 2.063 zusätzliche Arbeitsplätze entstehen. Die Zahl der neu entstehenden Jobs liegt damit um mehr als zehn Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres, die Anzahl der neu angesiedelten Firmen hat ebenfalls leicht zugenommen – um fünf Betriebe (4,4 Prozent).

Acht Betriebe wurden aus dem Ausland angeworben. Diese Ansiedlungsbilanz stellten am Donnerstag 17. Februar Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz, der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH), Dr. Bernd Bösche und Ulf Hahn, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn (WAS) vor.

„Trotz der 2021 anhaltend schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen ist dieses Ergebnis ermutigend und Ausdruck einer kontinuierlichen positiven ökonomischen Entwicklung im Land“, sagte Buchholz. Und klar sei, dass die Energiewende mit all ihren Facetten dieser Entwicklung in den nächsten Jahren noch mehr Schwung verleihen werde. Momentan ist es aber ein großer Erfolg, dass wir unter Pandemie-Bedingungen das Ansiedlungsergebnis nicht nur gehalten, sondern sogar leicht verbessert haben.“ Das sei der WTSH und den regionalen Wirtschaftsförderungen gemeinsam gelungen.

Als besonders erfreulich bezeichnete Buchholz die Ergebnisse im Bereich der Digitalen Wirtschaft. Im Vergleich zu 2020 werden in dieser Branche 550 Arbeitsplätze in 26 Unternehmen entstehen. Im Vorjahr waren es 130 Arbeitsplätze bei gleicher Unternehmensanzahl. Neben der Digitalen Wirtschaft und dem Bereich der Informations-und Kommunikationstechnologie steht auch die Ernährungswirtschaft mit 118 neuen Arbeitsplätzen in acht Unternehmen gut dar. Ein großer Anteil der neuen Jobs entsteht im Maschinenbau: In sieben Unternehmen dieser Branche werden 283 Arbeitsplätze geschaffen. Ebenfalls im Vorwärtsgang befinden sich die in der Ansiedlungsstrategie des Landes als Schwerpunkte identifizierten Branchen der Erneuerbaren Energien und der Gesundheitswirtschaft. „Wir sind also auf dem richtigen Weg“, so Buchholz.

Ein positives Beispiel für die Ansiedlungen im Bereich Maschinenbau ist die „Hein & Oetting GmbH“, die in Ahrensburg ihren neuen Firmensitz eröffnet und mehr als 100 Arbeitsplätze schaffen wird. Hein & Oetting ist führender Systemanbieter auf dem Gebiet der Präzisionsmechatronik und Feinwerktechnik, spezialisiert auf die Fertigung von Komponenten, Baugruppen und Endprodukten. Der Kundenkreis erstreckt sich über alle Bereiche von der Medizintechnik über Lasertechnik und Luftfahrttechnik bis hin zur Navigations- und Steuertechnik sowie Mess- und Analysetechnik.
“Wir freuen uns über die Ansiedlung der innovativen Hein & Oetting Feinwerktechnik GmbH mit ihren hochqualifizierten Arbeitsplätzen im Kreis Stormarn“, sagt Ulf Hahn, Geschäftsführer der Wirtschafts- und Aufbaugesellschaft Stormarn mbH. „Forschungs- und entwicklungsintensive Betriebe prägen und stärken die Entwicklung im Süden Schleswig-Holsteins. Unternehmen treffen hier auf gute Standortbedingungen und bei
aller Flächenknappheit gelingt es, solch zukunftssichere Unternehmen anzusiedeln. Die Nachfrage hier in Stormarn ist wie im gesamten Hansebelt trotz herausfordernder wirtschaftlicher Zeiten hoch“, betont Hahn.

Die größte Ansiedlung des Jahres 2021 konnte in Norderstedt im Kreis Segeberg realisiert werden. Dabei handelt es sich um die Serrala Group GmbH aus Hamburg, die im Bereich der digitalen Finanzdienstleis-tungen weltweit tätig ist.

Im südlichen Schleswig-Holstein mit den Kreisen Herzogtum-Lauenburg, Pinneberg, Stormarn und Segeberg werden sich laut dieser Ansiedlungsbilanz 48 Unternehmen ansiedeln und 1372 Arbeitsplätze schaffen. „Das sind 19 Unternehmen mehr als im Jahr zuvor“, bestätigte WTSH-Geschäftsführer Bösche. „Wir betrachten diese Entwicklung nicht als neuen Trend, sondern als übliche Schwankungsbreite, die sich in den nächsten Jahren wieder ausgleichen wird.”
Deutlich gestiegen ist im vergangenen Jahr die Anzahl an Unternehmen, die aus Hamburg nach Schleswig-Holstein kamen, so wie zum Beispiel die Hein & Oetting GmbH. Während es sich im Vorjahr um 12 Unternehmen handelte, waren es im Jahr 2021 mit 27 Unternehmen mehr als doppelt so viele. Der Arbeitsplatzeffekt dieser Herkunftskategorie hat sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls nahezu verdoppelt. Der Anteil der Unternehmen, die aus dem übrigen Bundesgebiet an den Standort Schleswig-Holstein kamen, ist mit 18 gegenüber dem Vorjahr (19) nahezu identisch geblieben.

Laut Buchholz und Bösche sind 63 Prozent der neu angesiedelten Unternehmen dem Dienstleistungssektor zuzuordnen (2020: 70 Prozent), 20 Prozent sind dem Handel (2020: 14 Prozent) und rund 17 Prozent dem produzierenden Gewerbe (2020:16 Prozent) zuzurechnen. Damit weicht diese Verteilung nur geringfügig von den Vorjahreszahlen ab. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße ist zu erkennen, dass 2021 sowohl die Anzahl der Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern leicht gestiegen ist. Die durchschnittliche Betriebsgröße ist mit 17 Arbeitsplätzen pro Unternehmen gegenüber dem Vorjahr (16) nahezu konstant geblieben.
Wie WTSH-Chef Bösche sagte, sei Schleswig-Holstein 2021 trotz der global schwierigen wirtschaftlichen Situation ein Ansiedlungsziel für ausländische Investoren geblieben. Die acht neu angesiedelten ausländischen Unternehmen würden bereits für 187 neue Arbeitsplätze sorgen. Im Vorjahr waren es 10 ausländische Unternehmen mit 192 Arbeitsplätzen. 2021 wurden zwei Unternehmen aus Frankreich und jeweils ein Unternehmen aus der Schweiz, Dänemark, China, den USA sowie aus Großbritannien und Estland angesiedelt. „Wir schauen so optimistisch in die Zukunft wie selten zuvor. Wenn sich die weltpolitische Lage sich nicht weiter zuspitzt, wird sich die insgesamt positive Entwicklung des Jahres 2021 in den nächsten Monaten fortsetzen und sogar verstärken”, so Bösche.

Foto: ARCHIV Michael Eckwolf (Gewireal), Sven Lindemann (Serrala) und Marc-Mario Bertermann (EGNO), © EGNO

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