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Norderstedt | EUROPA

„Energiewende muss eine Richtung haben“

Norderstedt (em) „Die sehr zum begrüßende 25. UN-Klimakonferenz in Madrid startet nicht mit den besten Voraussetzungen, um den CO2-Ausstoß zur Rettung des Klimas in der Welt drastisch zu senken“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek.

Seit dem Jahre 2000 hat sich der weltweite Energieverbrauch um 43 % erhöht. Entscheidend für diese Entwicklung waren der Anstieg der Weltbevölkerung um ein Viertel auf ca. 7.6 Milliarden Menschen in 2018 und die Verdoppelung der globalen Wirtschaftsleistung. Ernüchternd ist auch der Anteil der fossilen Energien, also von Erdöl, Kohle und Erdgas, an der Deckung des Energieverbrauchs von 81 % im Jahre 2018. Im Jahre 2000 waren es 80 %. Der Beitrag der erneuerbaren Energien stieg von 13 % im Jahre 2000 auf 14 % im Jahre 2018. Größte Sorge weltweit besteht deshalb darin, dass die globalen energiebedingten CO2 – Emissionen in 2018 mit 33,2 Milliarden Tonnen gegenüber dem Jahr 2000 um 44 %b gestiegen sind.
„Was muss die UN-Konferenz erreichen“, fragt Ritzek. Solange in Staaten wie z.B. in Indien und China die Kohleproduktion, der Export und die eigene Verwendung weiter forciert wird, solange z.B. Amerika und die Nahostländer die öl- und Gasproduktion forcieren, solange viele Länder, auch europäische, nur schwer von alternativen und technisch optimierten Automotoren zu begeistern sind, laufen die Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes nicht in die gleiche Richtung und sie blockieren sich, zumindest hemmen sie die dringend notwendige CO2-Reduzierung in der vorgegebenen Zeit.

Greta Thunberg ist ein Leuchtturm für Klimaschutz, weltweit. Aber es hilft wenig, wenn sie mit dem Katamaran von Chile nach Lissabon segelt, aber fast alle anderen 25.000 Teilnehmer der 196 an der Konferenz teilnehmenden Länder mit dem Flugzeug fliegen, mit gewaltigem CO2-Ausstoß der Flugzeuge. Auch wenig sinnvolle Projekte wie Lufttaxis ohne Pilot aber mit Elektro-Akku ändern nichts an dem CO2-Ausstoß. Und die 17 % mehr Kreuzfahrten alleine in Deutschland im
1. Halbjahr 2018 gegenüber dem vorigen Halbjahr zeugen nicht gerade von großem Klimabewusstsein. Bei insgesamt 279 Kreuzfahrtschiffen weltweit und einer entsprechenden Wachstumsrate bedeutet ein solcher Zuwachs ein deutliches Mehr an CO2-Ausstoss.

Es gibt aber auch positive Meldungen. „Man hat wohl erkannt, dass es unverantwortlich ist, das Lithium in Südamerika in großen Mengen abzubauen und damit gleichzeitig die Indigenen Völker zu vertreiben und deren Lebensraum zu zerstören“, so Ritzek. Damit kann kein Kunde eines Elektroautos leben. Die weltweit bis zum Jahre 2060 prognostizierten ca. 2.8 Milliarden Autos mit einem Großteil Elektroautos hätten eine katastrophale Wirkung für die Förderländer. Es ist zu hoffen, dass die Forschungen der Helmholzgesellschaft mit Magnesium als Rohstoff für die Elektro-Batterien erfolgreich sind. Auch Deutschland hat sehr viel Magnesium und könnte dann unabhängig von dem Rohstoff für Elektrobatterien werden.

„Klimaschutz geht uns alle an, darf aber nicht zu staatlicher Planwirtschaft führen. Dann hätten wir zwar einen prachtvollen Baum mit großer grüner, gesetzlich verordneter Krone, aber darunter im Schatten wächst kaum etwas, und das wollen wir doch nicht“, so Ritzek abschließend.

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