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Norderstedt | EUROPA

EUROPA und Stille Nacht zu Weihnachten

Norderstedt (em) „Nur einige Begebenheiten mögen die Bedeutung des Weihnachtsfestes für Europa erklären“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek.

So werden die Heiligen Drei Könige jeweils einem der drei Kontinente zugeordnet, die zur Zeit der Geburt Jesus bekannt waren. „Der älteste der Heiligen Drei König, Melchior, vertritt Europa, Balthasar ist mittleren Alters und wird Asien zugeordnet und der dritte König, der Mohr Caspar, war der Bote von Afrika“, so Ritzek. Bei den heute fünf Kontinenten würden also noch zwei Könige dazukommen, aber drei sind ja auch schon beeindruckend.

„Neben den ganzen Entwicklungen der Glaubensrichtungen und Konfessionen, die Höhen und Tiefen hatten und haben, gibt es eine Klammer, die viele Teile Europas ein wenig vereint und auch weltweit bekannt ist , nämlich das Lied „Stille Nacht – Heilige Nacht“, so Ritzek.
Das Lied erklang zum ersten Mal im Jahre 1818 in Österreich und es eroberte die Welt und wird heute weltweit in 300 Sprachen und Dialekten gesungen. Zwei Hamburger haben wesentlich zur Verbreitung des Liedes beigetragen, nämlich der Sozialreformer und Gründer des Rauen Hauses, Johann Hinrich Wichern und seine Tochter Caroline. Sie beide haben im 19. Jahrhundert mitgeholfen, das Lied mit den Auswanderern nach England und Amerika zu verbreiten.

„Ursprung des Liedes war eine Weltkatastrophe , als nämlich im Jahre 1815 in Indonesien der Vulkan Tambora ausbrach und in weiten Teilen der Erde für ein Inferno sorgte“, so Ritzek. Im Folgesommer nach dem Vulkanausbruch konnten die Sonnenstrahlen auch in Europa die Aschewolken nicht durchbrechen, es regnete fast pausenlos, Hagel und Gewitter vernichteten die Ernten. Im Hungerjahr 1816 schrieb der Hilfspriester Joseph Mohr in Österreich den Text von „Stille Nacht“. Am 24. Dezember 1818 wurde das Lied in der Pfarre St. Nicola in Oberndorf/ Österreich für zwei Solostimmen, Chor und Gitarre gesungen, das dann zum Welterfolg wurde. Missionare, Bordseelsorger und die Auswanderer nach Amerika und England hatten das Lied im Gepäck.

„Erfreuen wir uns an diesem schönen Lied zu den Festtagen und denken wir vielleicht auch ein bisschen daran, dass dieses Lied vom Ursprung bis heute in allen Lebenssituationen Frieden, Trost, Zuversicht und Glück verbreitet hat und verbreitet“, so Ritzek abschließend.

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