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Norderstedt | EUROPA

Klimaschutz-Demo von Wahlen trennen

Norderstedt (em) „Alle Demos, unmittelbar vor einer Wahl, wie jetzt in Hamburg von der Fridays-For-Future Bewegung für den 21. Februar geplant, können wohl kaum zu ernsthaften Inhalten und Maßnahmen führen, da demobedingte Versprechungen von Parteien zu stark zur Stimmenmaximierung dienen, ohne konkrete Verantwortung für Maßnahmen zu übernehmen oder in der Vergangenheit übernommen zu haben“, so der ehemalige Landtagsabgeordnete Manfred Ritzek.

Ohne Anstrengungen und konkrete Änderungen durch jeden Einzelnen, unabhängig von Demos, wird es uns nicht gelingen, unsere Wirtschafts- und Lebensweise klimaneutral zu gestalten. Jeder ist aufgefordert, sein Handeln zu hinterfragen, ob in Mobilität, Ernährung oder Konsum. Das gilt auch für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fridays-For-Future Bewegung, die an der Demonstration teilnehmen oder damit sympathisieren.

So vermittelt das prognostizierte ungebremste Wachstum z.B. im Flugverkehr den Eindruck, als wenn es gar keine Klimaprobleme gibt. „Für Deutschland werden von heute rund 120 Millionen Passagieren im Jahre 2030 von der Internationalen Zivilluftfahrt -Organisation dann 175 Millionen Passagiere prognostiziert“, so Ritzek. Auch wenn derzeit nur etwa 2,5 % des weltweiten CO2-Ausstoßes von Flugzeugen verursacht wird, die Triebwerke stoßen auch Methan und Lachgas aus, so dass etwa 5 bis acht Prozent der Klimaerwärmung durch den Luftverkehr verursacht werden, so nachzulesen in einem Spiegel-Bericht. Hinter diesen Zahlen verbergen sich 39 Millionen Flüge mit Passagiermaschinen im Jahre 2019, das sind etwa eine Millionen mehr als im Jahre davor und 15 Millionen mehr als im Jahre 2004. Und wer fliegt weniger von den Demo-Teilnehmern?

Ähnliche Auswirkungen verbinden sich mit der Kreuzfahrt-Shifffahrt, Schiffe, die zum größten Teil unter fremder Flagge fahren, um Steuern und Abgaben zu minimieren. In letzten Jahr haben etwa 1,77 Millionen Deutsche eine Kreuzfahrt angetreten, im Jahr davor waren es etwa 1,5 Millionen. „Am stärksten war der Anstieg der Passagiere mit plus 29 % bei jungen und mittelalten Passagieren bis 39 Jahren gemäß einer Meldung im Hamburger Abendblatt“, so Ritzek. Und über den Schadstoffausstoß von Kreuzfahrtschiffen sowohl auf See wie in Häfen wird ja regelmäßig in Medien berichtet, allerdings auch über die Bemühungen der Reedereien, dort Verbesserungen zu erzielen. Wer fährt weniger mit Kreuzfahrtschiffen?

Ähnliche bedenkliche Bereiche, die Handeln von jedem erfordern, gibt es beim Konsum der verschiedensten Produkte, angefangen von der Ernährung über Textilien bis zu Autos.

„Wir alle müssen der Rationalität einen größeren, verantwortungsbewussten Raum einräumen bei der Bewältigung der Klimaprobleme, ja, unserer gesamten Lebensbereiche. Verantwortliches Handeln ist eine faszinierende Aufgabe für jeden und erhält unser Leben lebenswert“, so Ritzek abschließend.

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