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Norderstedt | FDP

Was darf Kunst kosten?

Norderstedt (em) Einer der drei geplanten „Kunst-Kreisel“ ist bereits fertiggestellt, die Entwürfe für die beiden weiteren Kunstprojekte wurden jetzt von der Verwaltung im Kulturausschuss vorgestellt. Aber eine öffentliche Diskussion über diese Projekte will die Stadt erst einmal vermeiden. „Für uns ist es völlig unverständlich, warum die Stadtverwaltung eine öffentliche Diskussion über diese Kunstobjekte verhindern will. Plastiken und Skulpturen im öffentlichen Raum haben doch im Gegensatz zu Kunstwerken in Museen einen wahrhaft demokratischen Charakter.

Ihr Sinn ist es doch gerade, Diskussionen und unterschiedliche Betrachtungsweisen unter den Bürgern hervorzurufen“, so äußert der FDP-Fraktionsvorsitzende Tobias Mährlein sein Unverständnis über dieses Vorgehen der Verwaltung. „Es kann doch nicht angehen, dass wir nach der Sommerpause im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr über den Betrag von 370.000 € für die beiden weiteren Kreisel-Objekte entscheiden sollen, ohne vorher mit den Bürgern darüber diskutiert zu haben“, entrüstet sich Tobias Mährlein über diesen undemokratischen Akt der Verwaltung.

Genauso sieht aber im Moment das Vorgehen der Verwaltung aus: Die Stadt wünscht „keine öf-fentlich-mediale Vorab-Diskussion“, es gibt keine Entwürfe oder Fotos für die Presse.
Um mehr Öffentlichkeit zu erreichen, hat jetzt die FDP-Fraktion in der vergangenen Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr einen umfangreichen Fragenkatalog eingereicht.
So soll unter anderem geklärt werden, wer die Entwürfe seinerzeit beauftragt habe, ob die Auf-träge vorher ausgeschrieben wurden, ob verschiedene Künstler sich um die Kreisel-Gestaltung bewerben konnten, welche Kosten bisher entstanden sind und welche laufenden Kosten für den Unterhalt kalkuliert werden.

„370.000 € sind viel Geld, und es sind Steuergelder, darüber wird man doch wohl eine Diskussion führen dürfen“, äußert sich auch die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Gabriele Heyer entsetzt. „Für diesen Betrag hätten wir beispielsweise die ersten hundert Klassenräume in Grund-schulen mit Luftfiltern gegen die Virenlast ausstatten können und hätten damit unseren Schülern das Lernen leichter gemacht“, so Gabriele Heyer weiter. Aber auch einen inhaltlichen Aspekt möchte Gabriele Heyer noch erwähnen: „Die Figurengruppe „Zukunft“ soll sich beim Umkreisen des Objektes immer neu erschließen. Ich weiß aber nicht so recht, ob der geplante Standort dann wirklich dafür geeignet ist. Wie sollen wir denn einen fünfarmigen Kreisverkehr mit einem sehr hohen Verkehrsaufkommen in Ruhe umwandern können, um wirklich das Gesamtkunstwerk zu er-fassen und würdigen zu können?“

Foto: © Mährlein

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