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Norderstedt | JU Norderstedt

Es braucht mehr digitale Kernkompetenzen „made in Norderstedt“

Norderstedt (em) Beim Abend der Norderstedter Wirtschaft schloss der diesjährige Gastredner Gregor Gysi mit den mahnenden Worten, dass erstmalig eine Mehrheit der Eltern in Deutschland nicht mehr sagen kann: „Meinen Kindern wird es mal besser gehen als mir“. Dieses vertraute Wohlstandsversprechen der bestehenden Generation an die kommende scheint demnach anachronistisch, sprich aus der Zeit gefallen zu sein.

„Die Beweggründe dieser definitiv gerechtfertigten Bedenken liegen eng beieinander: Verlorener Anschluss resultierend aus veralteter Bildung“, stellt Conrad Chen fest. Als Mitgliederbeauftragter der JU Norderstedt nahm er ebenfalls an der Veranstaltung von Norderstedt Marketing teil, bei dem Vertreter aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik in den Dialog treten.

„Kernkompetenzen, die den Wohlstand meiner Generation sichern können, gehen in Deutschland klanglos verloren“, so Chen, der selbst in der Volksrepublik China gelebt hat. Hier schlagen die Uhren anders, die Ausrichtung ist ganz auf die wettbewerblichen Anforderungen unserer Zeit angepasst. Der Kurs liegt auf der Tech- und Digitalökonomie. Was bedeutet diese Abhängigkeit für Norderstedt? Erste Anzeichen bieten jüngste Lieferengpässe jener Mittelständler, die den Wirtschaftsstandort in unserer Stadt verkörpern. Während in China die Chiptechnologie durch die vorhandenen seltenen Erden stattfinden kann, zieht das Silicon Valley in den USA die begabtesten Programmierer an.

„Dabei könnte Norderstedt längst der digitale Leuchtturm im Norden sein“, so Chen. Mit dem Glasfasernetz von wilhelm.tel hat die Stadt einen reellen Marktvorsprung in der Lagegunst rund um die Metropole Hamburg. Doch für die JU Norderstedt wird dieser Vorsprung zunehmend nicht mehr von Akteuren aus Politik und Verwaltung in der Stadt wahrgenommen, scheinbar sogar bewusst verspielt. „Wir müssen wieder das Land werden, in dem prosperierende Wirtschaft so offensichtlich ist, dass Eltern nicht einmal darüber nachdenken müssen, ob es ihren Kindern besser gehen wird als ihnen,“ fordert Chen. Seiner Überzeugung nach braucht es wieder einen neuen Schub nach vorne. Dieser Tatendrang kann nur durch neue Köpfe in der Politik mit zeitgemäßen Ideen für unsere Stadt gelingen. Das Ziel muss es sein, auch in Norderstedt hochqualifizierte Personen zu halten, zu fördern und ein zukunftsorientiertes Leben zu bieten. Ein zeitgemäßer, moderner Bildungsstandort in Digitalwissenschaften „made in Norderstedt“ ist für die JU dabei der erste Schritt.


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