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Norderstedt | Katrin Fedrowitz

Empörung über Absage für die Erzieherfachschule

Norderstedt (em) Die noch amtierende Landtagsabgeordnete und SPD Ortsvereinsvorsitzende Katrin Fedrowitz äußert sich verständnislos über die Absage zur Erzieherfachschule in Norderstedt durch Wirtschaftsminister Buchholz. Dieser sieht keinen Bedarf an weiteren Ausbildungskapazitäten abseits der Berufsschule in Bad Segeberg. Es hat sich noch keine neue Regierungskoalition in Kiel gefunden, da könnte ein Thema für ordentlich Gesprächsstoff sorgen.

Die parteiübergreifend getragene Forderung nach einer Erzieherfachschule in Norderstedt und eine Ausweitung der Praxisintegrierten Ausbildung am BBZ in Norderstedt erhielt in der vergangenen Woche eine klare Absage durch den noch im Amt befindlichen Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP). „Wenn die neue Landesregierung diesen Kurs hält, werden wir weiter mit Personalengpässen und Betreuungsausfall kämpfen müssen“, sagt Katrin Fedrowitz von der Norderstedter SPD.

„Man kann wieder einmal deutlich sehen, dass Herr Günther den Hamburger Rand nicht im Blick hat. Wir brauchen mehr Erzieherinnen und Erzieher für unsere Kitas und dafür attraktive Ausbildungsmöglichkeiten mit kurzen Wegen zur Berufsschule. Aus Norderstedt dauert die Anfahrt mit Bus und Bahn nach Bad Segeberg rund eine Stunde, das ist für viele einfach zu lang und macht die Ausbildung uninteressant“.

Auch mit dem PKW dauert es noch über eine halbe Stunde, die Parkplatzsuche nicht mitgerechnet. Dazu kämen dann noch hohe Ausgaben für den Fahrzeugunterhalt und Benzin. „Herr Buchholz verweist auf die kaum gestiegene Bewerberzahl. Dabei ist es doch anders herum: Wir haben wenig Nachfrage um Ausbildungsstellen, weil das Angebot für junge Menschen schlicht unattraktiv ist“, erklärt Fedrowitz.

Auch für die umliegenden Städte und Gemeinden sei eine Erzieherfachschule in Norderstedt interessant. Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und Bad Bramstedt würden ihre Auszubildenden lieber nach Norderstedt als in das weit entfernte Bad Segeberg schicken.

„Ministerpräsident Günther muss stärker den Hamburger Rand im Blick haben. Hamburg bietet kurze Wege und bessere Vergütung. Wir können die Abwanderung in die Hansestadt schon jetzt beobachten, da muss dringend ein Kurswechsel stattfinden“, fordert Katrin Fedrowitz. „Wir haben ganz andere Voraussetzungen als Kiel oder Nordfriesland.“

Im Landtagswahlkampf hatte sich neben der Sozialdemokratin auch der nun gewählte Mitbewerber Patrick Pender für eine Erzieherfachschule aus- und seinen Einsatz dafür versprochen. „Herr Pender wird nun beweisen müssen, dass er Wort hält oder ob alles nur Wahlkampfgetöse war“, meint Fedrowitz. Die SPD werde sich sowohl in Norderstedt als auch auf Landesebene weiter dafür einsetzen, das Ausbildungsangebot besser zu gestalten.

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