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Norderstedt | Stadt Norderstedt

Fairteiler: Projekt gegen Lebensmittelverschwendung

Norderstedt (em) Die Stadt Norderstedt hat ihren ersten Fairteiler: Im Eingangsbereich des Gebrauchtwarenhauses „Hempels“ an der Stormarnstraße 34-36 stehen für den Tausch von Lebensmitteln Regale sowie ein Kühlschrank bereit.

Interessierte können ab sofort Lebensmittel an der Fairteiler-Station bei Hempels abgeben oder sich selbst kostenlos an dem vorhandenen Angebot bedienen. Die Aktion ist von einer Gruppe Norderstedter Jugendlicher im Alter von 15 bis 19 Jahren initiiert worden. Zunächst wird der Norderstedter Fairteiler – einem Wortspiel aus „fair“ und „Verteiler“ – in einer sechsmonatigen Testphase auf seine Umsetzbarkeit hin geprüft.

Die ehrenamtlich tätigen Jugendlichen möchten einen nachhaltigen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung leisten: Fast sieben Millionen Tonnen der bundesweit erzeugten Lebensmittel landen jährlich in Deutschland im Müll. In Zeiten des Überflusses sei es wichtig, eine wertschätzende Beziehung zu Lebensmitteln aufzubauen, urteilen die Jugendlichen. Ihnen geht es bei dem Projekt sowohl um den Aspekt der Nachhaltigkeit, aber auch um ein soziales Miteinander, um das Stiften von Gemeinsinn in der Stadt. Bei der Suche nach einem geeigneten Standort fiel die Wahl auf „Hempels“.

Carsten Loock, Marktleiter des Gebrauchtwarenhauses, ist vom Sinn und der Machbarkeit eines solchen Projektes überzeugt. „Es passt gut zu uns und die Arbeit mit den Jugendlichen macht Spaß“, sagt Carsten Loock. „Hempels“ stellt die Flächen für den Fairteiler zur Verfügung und kümmert sich um Beschilderung und Entsorgung von Abfällen. Um den Rest kümmern sich erstmal die Jugendlichen. „Ich habe großes Vertrauen, dass das funktioniert“ sagt Carsten Loock. Sowohl die Jugendlichen, als auch das Gebrauchtwarenhaus selbst, hoffen auf die Mitarbeit der künftigen Nutzerinnen und Nutzer.

Im Idealfall läuft der Fairteiler autark. Und Mülleimer stehen für die Nutzenden bereit, falls doch mal etwas Ungenießbares im Regal oder Kühlschrank entdeckt wird. Sowohl den Jugendlichen als auch Carsten Loock ist es wichtig, dass der Fairteiler nicht als Konkurrenz zum Angebot der Tafel gesehen wird. Der Fairteiler richtet sich ausdrücklich an alle Norderstedterinnen und Norderstedter, die einen Beitrag gegen die Lebensmittelverschwendung leisten wollen.

Denn wer kennt es nicht: Der Kühlschrank ist voll, aber der Besuch hat abgesagt oder der Urlaub steht an. Die Lebensmittel können nicht alleine verbraucht werden. So bietet der Fairteiler eine Alternative zur Mülltonne und stärkt gleichzeitig das Miteinander in Norderstedt. Aus rechtlichen Gründen ist die Annahme von Fisch, Geflügel, Fleisch, rohen Eierspeisen und zubereiteten Lebensmitteln nicht gestattet.

Auch Medikamente dürfen nicht in die Regale des Fairteiler. Auf allen abgegebenen Lebensmitteln muss ein Mindesthaltbarkeitsdatum vermerkt sein. Der Fairteiler bei „Hempels“ ist montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr sowie sonnabends von 10 bis 15 Uhr zugänglich. Viele weitere Informationen zum Norderstedter Gebrauchtwarenhaus gibt es unter www.Hempels-Norderstedt.de im Internet.

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