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Norderstedt | Stadt Norderstedt

Smart Health bringt Norderstedt voran

Norderstedt (em) Die Digitalisierung ermöglicht ganz neue Konstellationen der Zusammenarbeit. Jetzt fördert die Landesregierung Schleswig-Holstein im Rahmen ihres Digitalisierungsprogramms 2021/22 ein interkommunales Gesundheitsprojekt der Städte Norderstedt und Bad Schwartau – mit Verbindung zu ländlichen Gemeinden.

„Gerade in Pandemiezeiten erfahren wir, wie wichtig die Verknüpfung und Nutzung von Daten für eine optimale Gesundheitsversorgung ist“, sagte Schleswig-Holsteins Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg anlässlich der Vorstellung des Projektes „Smart Health“ am 1. April 2021.
Im Rahmen des Projektes soll eine Digitalstrategie für die Kommunen entwickelt und smarte Lösungen mit etablierten Partnern vor Ort umgesetzt werden. Dabei stehen nutzerorientierte, niedrigschwellige Angebote zur Prävention und Gesundheitsförderung im Mittelpunkt.
„Ich freue mich, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Ansprüche mit in das Smart-Health-Projekt einbringen können. So können praxisorientierte Anwendungen geschaffen werden, um die Lebensqualität der Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner zu sichern“, so Garg.

Eingebunden sind das für die ländlichen Räume zuständige Innenministerium, die Technische Hochschule Lübeck mit ihrem Bereich Gesundheitswirtschaft sowie der LandFrauenVerband Schleswig-Holstein.

Digitalisierung sichert die Zukunftsfähigkeit Schleswig-Holsteins
Schleswig-Holstein verfolgt ein ambitioniertes Ziel: Es will das digitalisierungsfreundlichste Bundesland werden. Mit der Neuauflage ihres Digitalisierungsprogramms unterstützt die Landesregierung nun gezielt die Transformation vieler gesellschaftlicher Bereiche. Schwerpunkte des Zehn-Millionen-Euro-Förderpakets bis Ende 2022 sind besseres Lernen und Arbeiten, Digitalisierung ländlicher Räume, Nachhaltigkeit und moderne Verwaltung. Das Smart-Health-Projekt aus dem Gesundheitsministerium wird mit rund 270.000 Euro gefördert.
„Digitalisierung ist ein Zukunftstreiber, denn digitale Teilhabe ermöglicht neue Formen der Zusammenarbeit“, betonte Minister Jan Phillipp Albrecht, in dessen Ressort Digitalisierung angesiedelt ist. Große Chancen biete die Digitalisierung für zukünftigen Wohlstand, ökonomisches Wachstum, Chancengleichheit und für viele weitere Lebensbereiche der Menschen im echten Norden. „Dieses Paket macht Schleswig-Holstein besser und digitaler“, so Albrecht kürzlich in den Kieler Nachrichten.

Digitalisierung und Gesundheit – Smart Health stärkt die Gesellschaft
Beim Thema Gesundheit geht es künftig ganz wesentlich um die Stärkung der Gesundheitskompetenz jedes Einzelnen und um die Förderung einer resilienten Gesellschaft. Der niedrigschwellige Umgang und die präventive Nutzung von Gesundheitsdaten spielen hier eine wichtige Rolle. Es gilt, im Alltag vorzubeugen, den Fokus mehr auf das „Gesund-Bleiben“ zu richten – und damit Lebensqualität zu sichern. Doch dafür ist ein Bewusstseinswandel notwendig: Bürger:innen und lokale Gesundheitspartner müssen aktiv mitwirken.
Heute können mit digitalen „Gesundheits-Armbändern“ oder Smartphone-Anwendungen sehr einfach die Prävention und Gesundheitsförderung bis hin zu Ferndiagnostik und Monitoring unterstützt werden. So lassen sich zum Beispiel regelmäßige Basis-Gesundheitschecks durchführen. Durch das Projekt soll die Akzeptanz für Smarte Hilfen in allen Teilen der Gesellschaft gesteigert werden.

Das Smart-Health-Projekt ist als ein bürger:innenorientiertes Entwicklungsprojekt konzipiert, mit dem gezielt Erfahrungen gesammelt werden sollen. Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort sollen die Bedarfe und die Nachfragen ermittelt werden. Dies soll in enger Abstimmung mit lokalen Gesundheitspartnern erfolgen. Eine smarte Anwendung ist nur dann gut, wenn sie die Menschen erreicht. Und genau deshalb werden die Bürger:innen gefragt: ‚Was wünschen Sie sich? Mit welchen Hilfen können wir Sie – einfach und digital – unterstützen?‘.

Norderstedt und Bad Schwartau – Vorreiter bei der Digitalisierung, anerkannt bei Gesundheit
Norderstedt (Kreis Segeberg) mit seinen mehr als 80.000 Einwohner:innen treibt seit rund 20 Jahren die Digitalisierung voran. Innerhalb der Digitalen Agenda für das smarte „Ökosystem“ der Stadt ist Smart Health ein weiterer Baustein. „Gesundheitsförderung und Gesundheitsgerechtigkeit für alle gesellschaftlichen Gruppen ist eines unserer Ziele“, erläuterte Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder. Dabei wolle die Stadt die Chancen digitaler Anwendungen nutzen, bis hin zur Einbindung des Smartphones. „So erreichen wir viele Menschen. Grundvoraussetzung ist die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger. Ich kann alle beruhigen: Wir haben höchste Standards beim Datenschutz.“
Dafür steht die städtische wilhelm.tel GmbH mit Geschäftsführer Theo Weirich: „Unsere Daten lagern in eigenen Rechenzentren in Norderstedt.“ Die Förderung durch das Programm „Digitales SH“ sei ein weiterer guter Anschub, „jetzt können wir mit Partnern im Norden durchstarten“.

Ein wichtiger Partner ist Bad Schwartau (Kreis Ostholstein) als anerkannter Gesundheits- und Kurstandort mit 20.000 Einwohner:innen. Dort ist eine Vielzahl medizinischer und gesundheitsfördernder Einrichtungen seit langem etabliert. „Wir haben bereits heute eine hohe Lebensqualität und eine herausragende gesundheitliche Versorgung“, sagte Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann. „Smart Health ist ein Zukunftsbaustein und wird unsere digitale Transformation beflügeln.“ Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit den Projektpartnern – die interkommunale Kooperation als Städte-Tandem erhalte durch die digitalen Austauschformate neue Möglichkeiten, „die wollen wir zum Nutzen unserer Bürgerinnen und Bürger angehen“.

Smart Health – neue Wege mit wissenschaftlicher Begleitung
Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von den beiden Medizinern und Gesundheitswissenschaftlern der TH Lübeck, Prof. Dr. med. Sabine Framke und Prof. Dr. med. Oliver Rentzsch. Sie befassen sich seit 15 Jahren mit den Chancen von E-Health: „In anderen Regionen Europas werden Smart-Health-Anwendungen sehr engagiert vorangetrieben. Dabei wird stark in ganzheitlichen Systemen gedacht, aber auch experimentell vorgegangen. Wir engagieren uns gern mit unserer Expertise und begleiten den Prozess.“ Für Studierende sei das Projekt ein guter Schritt, sich in der Region einzubringen und hier zu verankern.

Smarte Anwendungen in ländlichen Räumen – Kooperation mit dem LandFrauenVerband
„Mit unseren rund 30.000 LandFrauen in 169 Ortsvereinen sind wir offen für digitale Impulse“, betonte Präsidentin Ulrike Röhr. Der Verband wolle sich verstärkt einbringen auf dem Feld der „digitalen Teilhabe“. „Wir haben bereits unser eigenes Programm ‚Digitale Patinnen’. Im Rahmen unserer letzten Gesundheitsaktion haben wir über telemedizinische Möglichkeiten aufgeklärt und die Chancen gerade für die ländlichen Räume aufgezeigt.“ Da komme das Smart-Health-Projekt des Gesundheitsministeriums gerade recht. Gemeinsam wolle der LandFrauenVerband dazu beitragen, das Angebot niedrigschwelliger smarter Hilfen in ausgewählte ländliche Gemeinden zu übertragen.

„Digitales SH“ auf einen Blick:
Gefördert werden insgesamt 36 Projekte zusammengefasst in den vier Schwerpunktthemen:

- Digitales Lernen und Arbeiten
- Digitalisierung ländlicher Räume
- Digitalisierung und Nachhaltigkeit
- Moderne und innovative Verwaltung

Fördersumme: insgesamt 10 Millionen Euro
Förderzeitraum: April 2021 bis Ende 2022
Fortsetzung des ersten, 2018 verabschiedeten Digitalisierungsprogramms Schleswig-Holstein

Foto: v.l.: Theo Weirich (Geschäftsführer, wilhelm.tel), Bürgermeister Dr. Uwe Brinkmann (Bad Schwartau), Sonja Bahnsen (Chief Digital Officerin, Norderstedt), Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder (Norderstedt), Dieter Witasik (Projektmanagement Smart Health, ews group) © Stadt Norderstedt

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