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Norderstedt | Stadt Norderstedt

Wiederbegrünung von gerodeter Fläche: „Grünes Refugium“

Norderstedt (em) Nach dem Kahlschlag kommt die Wiederbegrünung: Wo zahlreiche Bäume zwangsweise fallen mussten, entsteht ein „Grünes Refugium“. Mitarbeitende des Betriebsamtes der Stadt Norderstedt schaffen unweit des Friedhofes Glashütte neues Leben.

Nach dem starken Borkenkäferbefall aus dem Vorjahr und der deshalb erforderlichen Fällung des fast 1,7 Hektar großen Fichtenbestandes in unmittelbarer Nähe zum Friedhof Glashütte, ist hier mittlerweile durch gezieltes Eingreifen des Betriebssamtes – ergänzend zur Wiederaufforstung als erstem Schritt - eine Naturfläche besonderer Art entstanden.

Durch das gezielte Ausbringen einer sogenannten Wald-Pioniermischung in Kombination mit einer Mischung aus Nektar- und Pollenpflanzen ist es innerhalb von nur einer Vegetationsperiode gelungen, den verarmten und stark sauren Boden intensiv zu begrünen. Nicht nur in den von schweren Maschinen (Harvester) befahrenen und stark beanspruchten Fahrgassen, sondern auch auf sämtlichen Nebenflächen ist es gelungen, die sogenannte ´WaidGreen“-Wald-Pioniermischung zu etablieren. Diese Mischung zeichnet sich durch eine Vielfalt von Pionierpflanzen aus, die den Boden aufschließen und gleichzeitig vom Wild sehr gerne angenommen werden.

Im ersten Jahr bietet der Hafer Deckung, während der Waldstaudenroggen durch seinen zunächst niedrigen Wuchs den Boden gut abdeckt (gute Unkrautunterdrückung). Erst im zweiten Jahr übernimmt der Waldstaudenroggen die Funktion der Deckung. Im dritten Jahr gehören die Klee- und Grasarten zu den „Bestandsbildnern“. Die Arten und Mischungsanteile sind so gewählt, dass sie über drei Jahre hinweg einen Wildacker bilden.

Die entstehenden Pflanzenbestände sorgen bereits im Ansaatjahr für eine bunte, hochwüchsige und anziehende Bereicherung der Landschaft, sind ganzjährig äußerst deckungsattraktiv für das Wild und schaffen arten- und strukturreiche Lebensräume. Die blütenreichen Arten sind Anziehungspunkt und Nahrung für Insekten und Wild und beleben gleichzeitig das Landschaftsbild.

Damit sich das Gebiet weiterhin so gut entwickeln kann, sollte die Fläche unberührt bleiben, also nicht von Menschen betreten werden.

Foto: © Stadt Norderstedt

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