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Norderstedt | Stadt Norderstedt

Großes Interesse an Kleinstwohnungen

Norderstedt (em) Die Stabsstelle Nachhaltiges Norderstedt hatte 2020 mit Hilfe der e-fect dialog evaluation consulting eG und dem Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH (infas) eine Umfrage zum Thema Kleinstwohnungen in Norderstedt durchgeführt. Sie soll Alternativen zum bezahlbaren Wohnen erkunden, denn daran mangelt es nicht nur in Norderstedt schon lange.

Demnächst werden die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen – und die gesetzliche Rente liegt derzeit im Durchschnitt bei lediglich 944 Euro. Wie sollen Menschen von so wenig Geld in Norderstedt eine Wohnung finden? Ausgehend von dieser Überlegung werden Rahmenbedingungen zur Akzeptanz von Alternativen zum sozialen Wohnungsbau ausgelotet.
Die interessanten Ergebnisse der Befragung konnten der Politik vorgestellt werden und sie wurden eingehend diskutiert. Nun werden diese Ergebnisse auch für die Öffentlichkeit vorgestellt. Die Umfrage Ist repräsentativ für Norderstedt.

Die wesentlichen Erkenntnisse sind:
• Das Interesse an Kleinstwohnungen ist groß. 32 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich für sehr kleine Wohnungen interessieren, zwölf Prozent würden am liebsten sofort einziehen.
• Für ein Viertel der Befragten sollten diese Wohnungen kleiner als 40 Quadratmeter sein. Die gesamte Mietbelastung (Warmmiete) darf für 23 Prozent, also etwa jeden vierten Befragten, die Summe von 525 Euro im Monat nicht übersteigen.
• Das Interesse an Kleinstwohnungen ist vor allem durch zwei Motive geprägt: Zum einen ist der Wunsch oder auch die Notwendigkeit einer Reduzierung der Wohnkosten entscheidend, zum anderen ist der Wunsch nach einer nachhaltigen Wohnform ausschlaggebend. Beide Begründungen werden etwa gleich häufig angegeben.
• Ein weiterer Vorteil wird von vielen Menschen darin gesehen, dass ein Angebot von gemeinschaftlich genutzten Flächen, mit dem sich Kosten senken lassen, mehr Nachbarschaftskontakte fördert. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang zusätzliche Lagerräume, Waschküche, Garten und Terrasse.
• Das Konzept Kleinstwohnung zieht ebenso viele Menschen an, die dort alleine einziehen würden, wie Personen, die sich darin ein Leben zu zweit (als Paar oder auch alleinerziehend mit Kind) vorstellen.
• Die Mehrheit bevorzugt auch in Kleinstwohnungen mehr als nur ein Zimmer. Zum Ausgleich für den geringen eigenen Wohnraum haben attraktive Freiflächen (Balkon, Terrasse und Garten) eine besonders wichtige Bedeutung für die Akzeptanz solcher Angebote.
• Die Wahrung der Privatsphäre spielt – bei allem Interesse für gemeinschaftlich nutzbare Begegnungsorte in Haus und Garten – eine große Rolle.
• Unter den aktuellen Bedingungen sehen viele der Befragten nach wie vor die Notwendigkeit für den Besitz eines eigenen Autos. Eine sehr große Mehrheit – 56 Prozent aller Befragten und sogar 71 Prozent der an Kleinstwohnungen Interessierten – würde allerdings gerne ohne ein eigenes Auto leben. Die Voraussetzung dafür ist für sie ein attraktives ÖPNV-Angebot mit Haltestelle in der Nähe. Auch eine gute Fahrradinfrastruktur mit sicheren Abstellmöglichkeiten müsste vorhanden sein.

Ideen für eine Umsetzung finden sich im architektonischen Ideenwettbewerb wieder, der ebenfalls Bestandteil des Forschungsvorhabens „Zukunftsstadt“ ist und konkrete Lösungen aufzeigen soll.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Wettbewerb „Zukunftsstadt“, an dem Norderstedt in der dritten, finalen Phase teilnimmt. Partner des Wettbewerbs „Zukunftsstadt" sind der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund sowie der Deutsche Landkreistag. In diesem Wettbewerb geht es vorrangig darum, Ideen für eine lebenswerte und nachhaltige Stadt weiterzuentwickeln und in umsetzungsreife Konzepte zu überführen.


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Tel.: 040 - 535 95 - 0
E-Mail: info (at) norderstedt.de
Web: www.norderstedt.de
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