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Norderstedt | Stadtpark

200 Jahre Friedrichsgabe – Ein Stadtteil feiert Jubiläum

Norderstedt (em) 1821 zogen 20 Armenfamilien an die heutige Quickborner Straße und unter Leitung des dänischen Konferenzrates Daniel Lawaetz wurde die Armenkolonie „Frederiksgabe“ erschlossen.

Somit jährt sich die Gründung des heutigen Norderstedter Stadtteils in diesem Jahr zum 200. Mal – ein Grund zu feiern und alte Zeiten Revue passieren zu lassen.

Auch wenn der ursprünglich geplante Festumzug durch die Gemeinde leider coronabedingt nicht stattfinden kann, so sind in den nächsten Wochen doch einige Programmpunkte geplant, die den gebührenden Rahmen zum Stadtteiljubiläum bieten:

Bereits am 16. August wurde in der Stadtbücherei Friedrichsgabe die Ausstellung „Eine Reise in die Vergangenheit – Nahversorgung in Friedrichsgabe von 1945 bis 1970“ eröffnet. Hier können die Besucherinnen und Besucher der Bücherei bis zum 12. September 2021 die in Kooperation von Stadtarchiv, der Stadtbücherei und dem Heimatbund Norderstedt entstandene Ausstellung erleben. Inhalt der Ausstellung ist vor allem die Entwicklung der Nahversorgung in der Zeit vom Ende des zweiten Weltkrieges bis hin zur Stadtgründung Norderstedts und die Veränderung des Angebotes im Laufe dieser Zeit. Viele, die zu dieser Zeit in Friedrichsgabe gelebt haben, werden sich sicherlich an die Inhalte der Ausstellung erinnern können.Die Ausstellung ist dienstags von 10.00 bis 13.00 Uhr und von 14.00 bis 18.00 Uhr sowie donnerstags von 10.00 bis 13.00 Uhr geöffnet.

Am 28. August ist um 11.00 Uhr die Enthüllung eines Gedenksteins an der bereits im Frühjahr gepflanzten Friedenseiche an der Quickborner Straße in Höhe der Hausnummer 107 geplant. Schon die Pflanzung der Eiche war eine tolle Aktion. Oberbürgermeisterin Elke Christina Roeder, die Stadtpräsidentin Kathrin Oehme und natürlich Vertreter aus der Friedrichsgaber Runde waren alle dabei, als der erste Spatenstich für die Eiche als Symbol für den Frieden gepflanzt wurde. Die Gedenksteinenthüllung am 28.08.2021 wird diese schöne Aktion vollkommen machen.

Im Anschluss sollen von 12.00 bis 18.00 Uhr die Friedrichsgaberinnen und Friedrichsgaber das Jubiläum auf dem Festplatz an der Bahnhofstraße, Ecke Distelweg weiter feiern. Ein buntes Programm, das von ortsansässigen Akteurinnen und Akteuren gestaltet wird, verspricht einen abwechslungsreichen Nachmittag für Jung und Alt. Mit Hochdruck wird an der Realisierung des Festes gearbeitet. Die Gestaltung eines Festes in diesen Zeiten einer immer noch andauernden Pandemie, stellt alle Verantwortlichen vor Herausforderungen, die immer wieder neu bewertet und beachtet werden wollen. In enger Abstimmung mit der Behörden wird immer noch an der verantwortungsvollen Umsetzung gearbeitet.

Am Mittwoch, den 01. September wird Karin Schmalriede von der Daniel-Lawaetz-Stiftung aus Hamburg um 20.00 Uhr einen Festvorttrag in der Johanneskirche in der Bahnhofstraße halten. Die Lawaetz-Stiftung ist eine Hamburger Organisation, die sozial- und wirtschaftlich benachteiligten Personengruppen Zugänge zum Arbeits-, Ausbildungs- und Wohnungsmarkt ermöglicht. Der Festvortrag: „Lawaetz, Gründer Friedrichsgabes, und seine Ideen heute“ wird für alle Freundinnen und Freude des Stadtteils sicher einen spannenden Einblick in die Denke des Gründers geben.

Den Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen wird der für Sonntag, den 05. September, geplante ökumenische Festgottesdienst in der Johanneskirche bilden. Der Gottesdienst beginnt um 10.00 Uhr und wird musikalisch von Mitgliedern der Johannes-Kantorei und der Chorgemeinschaft Alster Nord begleitet.

Selbstverständlich darf ein wenig Lektüre zum 200-jährigen Jubiläum nicht fehlen. Gleich zwei Veröffentlichungen wird es in 2021 für Friedrichsgabe geben: Der Heimatbund mit Peter Reimann und Eckhard Wallmann hat anlässlich des runden Geburtstages ein umfangbreiches Buch zum Stadtteils herausgegeben. „Friedrichsgabe – Aufsätze zur Geschichte“ bündelt die Beiträge von 15 Autorinnen und Autoren und bringt einen Überblick über die Geschichte Friedrichsgabes und Ausätze zur städtebaulichen Entwicklung. Wichtige Personen werden vorgestellt, die Vereine und Institutionen des Stadtteils schildern ihre Geschichte. Angereichert sind die Beiträge mit vielen alten und äußerst sehenswerten Fotos und Plänen. Das Buch mit ca. 200 Seiten ist im örtlichen Buchhandel und auch im Kirchenbüro für 12,90 Euro erhältlich.

Gerd Meincke arbeitet seit über einem Jahr an der zweiten Veröffentlichung: Er sammelte im gesamten Stadtteil ungefähr 100 ganz persönliche Geschichten und Döntjes, dazu kommen Selbstdarstellungen von Höfen, Betrieben und Geschäften. Diese hat er zusammen gestellt und so gewinnen alle Leserinnen und Leser Einblicke in die Erinnerungen vieler Friedrichsgaberinnen und Friedrichsgaber. Die Veröffentlichung dieser zahlreichen Texte steht kurz bevor und sichert unterhaltsamen Lesestoff für die kommenden Monate des Jahres. Das Buch umfasst knapp 300 Seiten, kostet 15 Euro und ist in der Bücherei Friedrichsgabe, im Büro der Kirchengemeinde und in der Bücherei Norderstedt-Mitte erhältlich.

Nach jahrelanger Planungszeit freut sich die „Friedrichsgaber Runde“, dem Treffen der Friedrichsgaber Vereine und Institutionen und das Planungskomitee, rund um Pastor Eckhard Wallmann, Wolfgang Berghofer, Dieter Schramm und Gerd Meinke nun besonders auf die Festtage, die auch unter Corona-Bedingungen und mit entsprechenden Einschränkungen, einen Rahmen bieten werden, die ein solch besonderes Jubiläum verdient. Sie alle haben sich in den vergangenen Monaten, gar Jahren intensiv mit der Planung auseinander gesetzt, Ideen ausgearbeitet, Menschen aus dem Stadtteil angesprochen und einbezogen. Ihnen gilt ein ganz besonders großer Dank für ihren wirklich unermüdlichen Einsatz für ihren Stadtteil.

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