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Hilfe für Asylanten? Beispiel am Fall „Hakopjan“

Die Kanzlei
Norderstedt |

Hilfe für Asylanten? Beispiel am Fall „Hakopjan“

norderstedt
Norderstedt (ls/jj) Flüchtlingen helfen oder sie ablehnen? Bereits seit Jahren spalten sich die Meinungen um das Thema „Flüchtlinge“ – nicht nur in politischer, sondern auch in menschlicher Hinsicht. Ein aktuelles Thema in den Medien ist die Geschichte der armenischen Familie „Hakopjan“ aus Nahe.

Seit 2001 lebt die Familie, die abgeschoben werden sollte, in Deutschland. Die drei Kinder wurden hier geboren, gehen hier zur Schule und haben sich vollständig integriert. Die Familie wurde nach rechtskräftiger Ablehnung im Asylverfahren in 2006 bis zur beabsichtigten Abschiebung am 31. Januar 2014 geduldet. Grund hierfür waren durchgängige Falschangaben zu Personalien und Staatsangehörigkeit, sodass kein Passpapier zur Abschiebung erlangt werden konnte. Daher mussten die Behörden die Identität der Familie prüfen und ermitteln. Dabei wurde festgestellt, dass die Nationalität zutraf, aber die Familie „Hakopjan“ unter einem falschen Namen nach Deutschland gereist war. Dies wurde von den Asylsuchenden bestritten. Aufgrund der aufschlussreichen Recherche stellte die armenische Heimatbehörde die Passpapiere zur Abschiebung aus.

Rechtlich lief alles vorbildlich
Juristisch wurde dem ersten Asylantrag 2006 nicht stattgegeben und somit war eine Zwangsausweisung seitens des Landesamtes für Ausländerangelegenheiten unumgänglich. Für Nachbarn, Bekannte und Freunde der Familie war es ein Schock, denn die „Hakopjans“ gehören für sie genauso in das Dorf wie jeder andere Mitbürger. Aber ab wann zählt ein Asylant als Mitbürger?
Befürworter sprechen oft von „freier Wahl des Heimatlandes“ sowie von Schutz vor Kriegsdelikten und Verfolgung.
Kritiker hingegen sehen oft die Ausnutzung der Sozialleistungen oder der staatlichen Förderungen. Einzig die gesetzliche Lage ist eindeutig festgelegt.

Hilfe für Migranten
Hier kommt die Frage auf, ob Städte mehr oder weniger für Flüchtlinge tun sollten. Die Stadt Norderstedt entschied sich für
die Unterstützung der Flüchtlinge. Diese engagiert sich ehrenamtlich durch Hilfsprojekte für Asylsuchende und hilft ihnen, den Alltag zu bewältigen. Wie weitreichend sollte die Unterstützung für Asylanten sein?
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